\

Arnulf Rainer & Art Brut

Zeitgenössische Kunst Ausstellung

Von der Übermalung zum Dialog: Arnulf Rainer zeigt, dass Kunst keine Grenzen kennt – schon gar nicht zwischen „normal“ und „anders“.

➜ edit + new album ev_03138j0UsR0ga5pAWfiXdS
8 Termine
Samstag 18. Oktober 2025
18. Okt. 2025
Sa
11:00
Eröffnung
Arnulf Rainer & Art Brut
bis Sonntag 4. Oktober
19. Okt. 2025 -
So , 4. Okt.
Ausstellung
Arnulf Rainer & Art Brut
Sonntag 30. November 2025
30. Nov. 2025
So
10:30
Führung
Arnulf Rainer & Art Brut
Montag 8. Dezember 2025
8. Dez. 2025
Mo
10:30
Führung
Arnulf Rainer & Art Brut
Sonntag 21. Dezember 2025
21. Dez. 2025
So
10:30
Führung
Arnulf Rainer & Art Brut
Dienstag 6. Jänner
6. Jän.
Di
10:30
Führung
Arnulf Rainer & Art Brut
Sonntag 18. Jänner

Arnulf Rainer zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Zu seinen wichtigsten Inspirationsquellen zählte Art Brut, auf die er schon in der Nachkriegszeit durch seine Beschäftigung mit dem Surrealismus aufmerksam wurde.

Der Begriff Art Brut („rohe Kunst“) wurde 1945 von Jean Dubuffet (1901–1985) eingeführt. Dubuffet bezeichnete damit Kunst außerhalb etablierter Normen, etwa von Kindern oder Menschen mit psychischen Erkrankungen. „Roh“ beziehungsweise „Brut“ meint in diesem Zusammenhang so viel wie unberührt von kulturellen Einflüssen.

Neben dem Surrealismus befeuerte die Entdeckung der Gugginger Künstler Rainers Interesse für Art Brut. Über die Publikation Schizophrenie und Kunst (1965) von Leo Navratil, dem Gründer des Zentrums für Kunst-Psychiatrie Gugging, kam Rainer mit den dortigen Künstlern in Kontakt. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine langjährige Auseinandersetzung – sowohl in Rainers Sammlungstätigkeit als auch in seinem künstlerischen Schaffen.

So entstanden in den 1970er-Jahren seine bekannten Art-Brut Hommagen, bei denen er Bilder von Künstlern wie Johann Hauser, Jean Dubuffet oder Friedrich Schröder-Sonnenstern übermalte – nicht um sie zu verändern, sondern um in einen künstlerischen Dialog zu treten. Eine direkte Zusammenarbeit mit anderen Künstlern gab es 1984 in drei Zeichnungen – zwei mit Fritz Koller, eine mit Johann Hauser. 1994 folgte ein umfangreiches Projekt von 58 Übermalungen, gemeinsam mit acht Gugginger Künstlern.

In der Ausstellung werden Werke von Arnulf Rainer, Johann Garber, Johann Hauser, Margarethe Held, Rudolf Horacek, Fritz Koller, Hans Krüsi, Rudolf Liemberger, Michel Nedjar, Philipp Schöpke, Friedrich Schröder-Sonnenstern, Volkmar Schulz-Rumpold, Sava Sekulić, Oswald Tschirtner, August Walla und Adolf Wölfli sowie die Gemeinschaftsarbeiten von Rainer mit Koller und Hauser gezeigt.

Neben der Sammlung Zambo, die den Schwerpunkt der Ausstellung ausmacht, und Privatleihgaben wird erstmals ein größeres Konvolut der Sammlung Navratil präsentiert, die Leo Navratil in Form eines Vorlasses an die Landessammlungen Niederösterreich übergab.

Newsletter und Social Media

Der eSeL Newsletter schickt dir jeden Donnerstag Insidertipps unserer Terminredaktion und fotografische Highlights aus dem Kunstbetrieb.

Datenschutz

Impressum

AGB

eSeL ist ein Informationsportal für Kunst und Kultur. Hier findest du empfohlene Veranstaltungen, Ausstellungen, Museen, Kinoprogramm, Theater, Performances und mehr in Wien und ganz Österreich.