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Zum Verhältnis von Normativität und Subversion in popkulturellen Zusammenhängen
Datum: 29.-31.01.2015
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Mezzanin, M13a
Keynotes: Hans-Christian Dany, Diedrich Diederichsen, Christian Höller, Chantal Mouffe
Im Zentrum des Popkongresses 2015 steht die Frage nach der Aktualität und Relevanz des Subversionsbegriffs im gegenwärtigen Pop. Der Diagnose folgend, dass Subkultur, Negation, Dissidenz und Autonomie einst wesentliche Bezugsgrößen für einen Popdiskurs waren, der heute seiner politischen Sprengkraft weitgehend entledigt zu sein scheint, stellt sich die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen von Subversion für die Popkultur umso dringlicher als Problem. Denn einerseits scheint die zunehmende Inwertsetzung abweichlerischer Tendenzen, wie sie unter differenzkapitalistischen Bedingungen kursiert, den Subversionsbegriff als kritische Kategorie populärer Kulturen obsolet zu machen. Andererseits legt gerade die vermeintlich vollständige Integration kalkulierter Einzelirritationen in wie durch Pop eine Restauration der anti-totalitären Tendenzen des Subversionsbegriffs nahe. Dass eine Kritik der Logik dieser Entwicklung ihrerseits eine Ordnung etabliert, die eine Alternative im Verhältnis zu dieser Logik stabilisiert, erscheint als Chance und Problem zugleich.
In dem Versuch einer Vermittlung zwischen unterschiedlichen Zugriffen auf den hier skizzierten Problemzusammenhang von einerseits subvertierter Norm und andererseits zur Norm geronnenen Subversion strebt die Tagung eine Verschränkung sozialer, politischer, ästhetischer wie ökonomischer Perspektiven auf populäre Kulturen und ihr subvertierendes Potential an. Fragen der folgenden Art disziplinenübergreifend zu diskutieren, ist das Ziel dieser Tagung: Worin besteht die subversive Kraft populärer Kulturen in der Gegenwart? In Bezug auf welche normative Größe lässt sich Subversion für die Popkultur rechtfertigen? Welches ist das Subjekt der Subversion, welcher ihr Gegenstand, was ihre Formen? Welches Verständnis von Differenz setzt Subversion voraus? Und nicht zuletzt: Wie verhält sich popkulturelle Subversion zum Politischen und zur Politik?
team@popkongress.de, www.popkongress.de
Der Popkongress 2015 ist die 7. Jahrestagung der AG Populärkultur und Medien in der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) und wird von der Akademie der bildenden Künste Wien ausgerichtet.
FREITAG, 30.01.2015
10:00-10:45
Pascal Jurt & Johannes Springer: “Krisenanalyse und popkulturelle Subversion”
Moderation: Ruth Sonderegger
Sprache des Vortrags: Deutsch
10:45-11:30
Nina Stuhldreher: “When King Loot met King Ludd and King Crip joined the Rebecca Riots - Neurodiversität und die Kolonialisierung der Künste durch die Institutionalisierung von Subversion”
Moderation: Ruth Sonderegger
Sprache des Vortrags: Deutsch
KAFFEEPAUSE
11:45-13:00
KEYNOTE: DIEDRICH DIEDERICHSEN / CHRISTIAN HÖLLER “Unser Talk heißt so wie die ganze Konferenz”
Moderation: Katharina Hausladen
Sprache des Talks: Deutsch
MITTAGSPAUSE
FORSCHUNGSWORKSHOP (Moderation: Katja Kaufmann und Mario Anastasiadis)
14:00-15:30
Vorträge:
- Heinrich Deisl: Wiensounds. Sound-Topografie Wiener Populärkultur seit 1976
- Lena Hintze: Zur Kompositionsstrategie einer Geschichte der Gegenwart -
Rainald Goetz’ Werkserie “Heute Morgen” - Melanie Ptatscheck: Suchtgenese und Selbstkonzept: Rekonstruktion
individueller Entwicklungsverläufe heroin-abhängiger Musiker - Reinhard Kopanski: NS-Symbolik und -Ästhetik in der “Schwarzen Szene”
- Anita Hafner: Visuals. Kontextualisierung, Begriffsbildung, Verortung
KURZE PAUSE
15:40-17:00
Diskussionen der Beiträge in Gruppen
17:00-17:15
Abschlussmoderation
KAFFEEPAUSE
17:30-18:15
Carsten Winter: “Heimliche Freude an der Subversion von Ökonomie und Staat durch gewöhnliche Leute in unserer Musikkultur”
Moderation: Tobias Gerber
Sprache des Vortrags: Deutsch
18:15-19:00
Roger Behrens: “Aufstand im Schlaraffenland. Oder: Subversion als Normativität”
Moderation: Katharina Hausladen
Sprache des Vortrags: Deutsch
