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ABGESAGT: Vom Zeremoniell zum Protokoll. Der Wiener Kongress als Wendepunkt in der Kulturgeschichte des Völkerrechts

Theorie Zeitgenössische Kunst Vortrag
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1 Termin
Montag 19. Oktober 2015
19. Okt. 2015
Mo
18:00
ABGESAGT: Vom Zeremoniell zum Protokoll. Der Wiener Kongress als Wendepunkt in der Kulturgeschichte des Völkerrechts

ACHTUNG! - ABGESAGT

Leider muss der für heute Abend geplante Vortrag von Stephan Wendehorst “Vom Zeremoniell zum Protokoll. Der Wiener Kongress als Wendepunkt in der Kulturgeschichte des Völkerrechts” aus Krankheitsgründen abgesagt werden.

Mit besten Grüßen
Ihr IFK_Team

Der Außenminister eines Landes mit ständigem Sitz im UN-Sicherheitsrat missachtet konsequent das Rauchverbot. Nicht alle Staatsgäste sind zum Barbeque auf dem Privatsitz des Präsidenten willkommen. Ein Staatsoberhaupt bezahlt eine umstrittene Auslandsreise aus dem eigenen Haushalt. Stephan Wendehorst fragt, ob die Vormoderne Erklärungshilfe leistet.

Rauschende Bälle und anregende Salons verstellen den Blick darauf, dass der Wiener Kongress das Gesandtschaftsrecht entscheidend modernisierte. Das ?Reglement über den Rang zwischen den diplomatischen Agenten? vom 19. März 1815, bestätigt in Art. 118 der Schlussakte des Wiener Kongresses, vollzog die Wende vom Zeremoniell zum Protokoll. Das Règlement de Vienne vereinheitlichte die Rangordnung der diplomatischen Vertreter, monopolisierte das diplomatische Vertretungsrecht in der Hand der Staaten und legte – der Hl. Stuhl ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt – die grundsätzliche Gleichrangigkeit der Staaten im diplomatischen Protokoll fest. Das Zeremoniell, das einen eigenen gewichtigen Zweig des vormodernen Völkerrechts gebildet hatte, wandelte sich zum bloßen Protokoll. Das vormoderne Gesandtschaftswesen, das durch zahlreiche Abstufungen des diplomatischen Personals, endemische Rangstreitigkeiten und die Praxis von Mehrfachvertretungen gekennzeichnet war, wurde Völkerrechtsgeschichte, so das Narrativ, das Stephan Wendehorst infrage stellt.

Stephan Wendehorst koordiniert das Forschungscluster ?Jüdisches Hl. Römisches Reich?, lehrt Rechtsgeschichte an der Universität Wien und habilitiert sich mit einer Arbeit über Reichsgeschichte als Völkerrechtsgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Derzeit ist er IFK_Senior Fellow.

Archiv-Screenshot:

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