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Martina Zerovnik: Bloody Love. Geschlechterordnungen und matriarchale Konzeptionen in literarischen und filmischen Vampirerzählungen

Theorie Zeitgenössische Kunst Vortrag
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Mittwoch 20. Mai 2015
20. Mai 2015
Mi
18:00
Martina Zerovnik: Bloody Love. Geschlechterordnungen und matriarchale Konzeptionen in literarischen und filmischen Vampirerzählungen

Hörsaal 4, Altbau, 1. Stock

Vampire erzählen von der (Un-)Ordnung der Geschlechter. Die Frau steht für die Versuchung und die aufzehrende Liebe, ebenso wie sich in der Vampirgestalt die durch die Emanzipation veränderte Rolle der Frau ausdrückt. Die ?Neue Frau? ist nicht nur für Bram Stokers Dracula wesentlich, sie ist es umso mehr für die vorangegangene Novelle Carmilla des Iren Sheridan Le Fanu, hier entwickelt sich der Vampirismus aus einer weiblichen Linie. Dennoch hat sich mit Dracula, nicht zuletzt durch die Verfilmungen, die männliche Linie durchgesetzt und sich das Hauptmotiv der Liebe auf das der Macht verlagert. In zeitgenössischen Vampirerzählungen stellt sich das Geschlechterverhältnis wieder anders dar und zeigt immer öfter eine (nicht unproblematische) weibliche Perspektive. Auch Lilith – erste Frau Adams, Femme fatale, Vamp, feministische Ahnherrin jener Frauen, die sich dem Mann nicht unterordnen wollen, und Mutter oder Göttin der Vampire – betritt wieder die Bildfläche. Anhand historischer und zeitgenössischer Beispiele aus Literatur und Film wird Transgressionen der Geschlechter(rollen) und matriarchalen Genealogien in der Vampirfigur nachgegangen.

Martina Zerovnik
studierte Germanistik und Philosophie mit kulturwissenschaftlichen Schwerpunkten an der Universität Wien. Sie arbeitet als freie Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin, Texterin und Lektorin und forscht zu Kunst- und Kulturtheorie, Medienwandel, Film sowie Geschlechter- und Identitätskonzeptionen.

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