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Ästhetik zur Meßbarkeit einer Sensation
Eva Kernbauer
28. Mai 2015, 17:00
Wolfram Bergande
11. Juni 2015, 17:00
Expositur Postgasse 6, Seminarraum Philosophie, 1010 Wien
Eine Veranstaltung der Abteilung Philosophie (interimistische Leitung: Univ.-Prof. Marion Elias)
?È bello cio che è bello Schön ist, was schön ist? - ??
Seitdem der Begriff der Schönheit marginalisiert und devalosiert auftritt und lediglich in Bereichen der Kosmetik Verwendung finden darf, ist er aus dem Kunstbereich so gut wie völlig eliminiert. Ein Automobil darf schön sein, ein Mann, eine Frau, ein Pullover, ein Haus, eine Vase, eine Blume, ja sogar ein Tier – ein Sonnenuntergang und ähnliches mehr. Die Abdankung der Schönheit (und zwar ausdrücklich im Bereich der Künste) – gefaßt ungefähr in der Mitte des 18. Jahrhunderts - im Kompendium schön, gut, wahr geht auf eine prinzipielle Erweiterung zurück, die unter einem anderen Namen ihren Auftritt feierte: Ästhetik (von altgriechisch ???????? aísth?sis?Wahrnehmung?, ?Empfindung?) gehörte bis ins 19. Jahrhundert zwar zur Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit, von Gesetzmäßigkeiten und Harmonie in der Natur und Kunst, zielt aber wörtlich auf einen Sinneseindruck, einen sinnlichen Reiz. Und nimmt also neben dem Schönen gleichermaßen Häßliches, Angenehmes, Unangenehmes und etwa Verstörendes auf.
Die Alltagssprache hat aktuell aus ästhetisch bloß ein Synonym für schön, geschmackvoll oder ansprechend gemacht, mag sein eine Ersatzbezeichnung für die in Verruf geratene Schönheit. In der Wissenschaft generell wird unter dem Begriff die gesamte Palette von Eigenschaften, die darüber entscheiden, wie Menschen Gegenstände wahrnehmen, zusammengefaßt.
Was nun die Philosophie betrifft, bezeichnet Ästhetik entweder die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung allgemein, und zwar nicht nur die der Kunst, oder eine philosophische respektive soziologische Theorie von Kunst beziehungsweise Design. Betrachtet man kurz die Geschichte der Ästhetik, der bereits in der Antike und außerhalb Europas ihre Verortung findet und Verbreitung fand, entdeckt man Positionen wie etwa jene Immanuel Kants, der ästhetische Bewertungen nicht allein über rein subjektive Kategorien wie ?schön? und ?häßlich?, die wegen bestimmter Eigenschaften einem Gegenstand eingeräumt werden, entschieden sehen will sondern über die Art und Weise der Sinnlichkeit oder Sinnhaftigkeit, Positionen, denen andere gegenüberstehen, die auf Verständlichkeit allein im Rahmen spezifischer Zeichensysteme setzen, oder Interpretationen, die Ästhetik quasi direkt simpel auf die Bewertung ?schön? und ?häßlich? beschränken (vor allem im angelsächsischen Raum) und auf die Frage, nach welchen empirisch zugänglichen Kriterien derartige Urteile zustande kommen.
Vorträge zum Thema von
Frank Hartmann, Ida-Marie Corell, Judith Eisler, Kurt Flasch, Maurizio Seracini, Wolfram Bergande, Eva Kernbauer, Gabriela Krist, Helmut Draxler, Jan Svenungsson, Eva-Maria Stadler, Reinhard Friedl, Manfred Spitzer (angefragt), Virgil Widrich, Boris Manner, Ferdinand Schmatz, Mathias Koslik, Caroline Heider, Christian Keysers (angefragt), W. Tecumseh Fitch (angefragt), Gabriele Rothemann, Michael Schneider, Ingo Rentschler, Ruth Mateus-Berr, Nita Tandon, Veronika Schnell, Renate Brosch, Marion Elias, Till-Ansgar Baumhauer, Claudia Maria Luenig, Patrick Werkner (angefragt), Stephanie Guse, Petra Förster (to be continued)
