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Interaktionen: Todableiter

Theorie Zeitgenössische Kunst Vortrag
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1 Termin
Donnerstag 18. Juni 2015
18. Juni 2015
Do
12:00
Interaktionen: Todableiter
Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1, Universität Wien Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Überleben und Tod, Masse, Macht und Gewalt

TODABLEITER ist eine auditive Erzählung, bestehend aus collagierten historischen O-Tönen zwischen 1914 und 1945, zeitgenössischen wissenschaftlichen Beiträgen sowie aus Geräuschen und Musik. Dieser künstlerischen Arbeit liegt eine wissenschaftshistorische Analyse der massenpsychologischen Diskurse des 20. Jahrhunderts zu Grunde.
Das Hörstück greift die theoretische Debatte über die Ursachen von Faschismus und sozialer Gewalt aus den Be­reichen Individual- und Sozialpsychologie, Soziologie, Kulturwissenschaft und Philosophie synthetisch auf und ergänzt diese um weitere inhaltliche Aspekte einer ästhetischen Forschung.

Ausgangspunkt der Arbeit bildet Elias Canettis philosophisches Werk “Masse und Macht” (erschienen 1960), das sowohl aufgrund seiner inhaltlichen Breite, seiner literarischen Qualität als auch wegen seiner terminologischen und methodischen Eigenwilligkeit einen großen Raum für eine künstlerisch-wissenschaftliche Auseinander­setzung eröffnet. “Masse und Macht” bewegt sich entlang einer uneindeutig abgegrenzten Linie zwischen Wissenschaft und Erzählung, was u.a. zu seiner unglücklichen Rezeptionsgeschichte beitrug. Durch Canettis be­grifflichen Nonkonformismus wurde das Werk nie gänzlich in eine breitere interdisziplinäre Diskussion um die Entstehung und Dynamik totalitärer Massenbewegungen miteinbezogen. Ziel der Arbeit ist es, die “alte” massen­psychologische Diskussion des 20. Jahrhunderts aus einer gegenwärtigen Perspektive wieder aufzugreifen und Canettis kulturhistorische und philosophische Beiträge in diesen Diskurs zu integrieren. Im Rahmen der Veranstal­tung wird der Autor auf die Entstehung des Werks, insbesondere auf die interdisziplinä­re Herangehensweise zwischen wissenschaftlicher Arbeit und künstlerischer Produktion, eingehen.

Mag. Ingo Leindecker, Bildender Künstler und Kulturarbeiter. Arbeitet künstlerisch in den Bereichen Sound, Radio, Hörspiel & Medieninstallation. Mitglied der KünstlerInnengruppe Kompott. Seit 2010 künstlerisch-wissenschaftliche Forschung zu den Themen vermittelte Geschichte & Gedenkkulturen sowie zu Elias Canettis “Masse und Macht” und dem massenpsychologischen Diskurs des 20. Jahrhunderts.

Archiv-Screenshot:

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