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Sonja Eismann im Gespräch mit Nora Sternfeld
Das Ansehen von Mode hat sich spürbar gewandelt. Was früher als mehr oder minder trivialer, stets femini- sierter Ausschmückungsprozess privater Natur wahr- genommen wurde, ist heute ernst zu nehmender Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzungen, materieller Geschichtsforschung – und nicht zuletzt spektakulärer Ausstellungen. Die ?Fashion Show? im Museum ist heute ein Garant für Blockbuster¬Erfolge – BesucherInnen weltweit strömen in Institutionen, um die Kreationen von berühmten Couturiers wie Cristóbal Balenciaga, Karl Lagerfeld oder Vivienne Westwood zu bestaunen. Auch sorgfältig angelegte Textilsamm- lungen werden dem Publikum unter wechselnden thematischen Gruppierungen immer wieder neu präs¬ entiert. Doch diese Ausstellungen, die großen Wert auf atmosphärische Präsentation und/oder historische Exaktheit legen, bleiben bezüglich der Darstellung der mannigfaltigen historisch¬kolonialen, transnatio- nalen, künstlerischen, sozialen, materiellen, theoreti- schen wie affektiven Verknüpfungen und Verstrickun- gen, die dem Schaffungsprozess von Mode inhärent sind, oft merkwürdig unterkomplex. Wie könnte eine vielschichtigere Thematisierung von Mode in Ausstel- lungskontexten aussehen, die die meist kommerzielle Logik der zeitgenössischen ?Fashion Museology? durchbricht? Und was wäre dadurch gewonnen? /ecm¬diskurs – positionen/perspektiven/praxen
Anmeldung erbeten unter anmeldung@schnitt.org