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Kunst-Forschung-Geschlecht: Antje Krause-Wahl - Can Gays Save New York City„ Raumproduktion in General Idea“s FILE Megazine

Theorie Zeitgenössische Kunst Vortrag
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1 Termin
Mittwoch 25. November 2015
25. Nov. 2015
Mi
18:00
Kunst-Forschung-Geschlecht: Antje Krause-Wahl - Can Gays Save New York City„ Raumproduktion in General Idea“s FILE Megazine

Hörssal 4 der Angewandten

1972 gründete General Idea das Magazin FILE, das zunächst im Verbund mit Image Bank (Vincent Trasov/Michael Morris) Projekte der kanadischen Mail Art Szene initiierte und veröffentlichte. Ziel dieser Publikation war es, ein übergreifendes Netzwerk nicht nur der künstlerischen Avantgarden, sondern queerer Kulturen zu schaffen.

Für General Idea bildete Architektur eine wichtige Referenz: AA Bronson, Jorge Zontal und Felix Partz stilisierten sich als ?construction workers?, die den Miss General Idea Pavillon, das Herzstück ihrer reflexiven Mythenproduktion, entwarfen. Aber die Strategien der Raumproduktion und ?aneignung sind vielfältig.

In diesem Vortrag analysiert Krause-Wahl die New York City Edition (1976), in der New York als Zentrum queerer Kulturen Gegenstand der Reflexion ist. Es werden beispielsweise Ausschnitte aus dem Projekt Hotel Firbank Archiv (Max Blagg/Ken Tisa) abgebildet, oder eine Fotografie des Beaux Arts Ball (1931) eingearbeitet, auf der Architekten die Fassaden ihrer durch das Zoning-Law geprägt Hochhäuser als Kostüme tragen.

Krause-Wahl untersucht diese Projekte und Repräsentationen in FILE in Hinblick auf deren Bedeutung für urbane queere Kulturen. Dabei wird die Zeitschrift selbst als eine Taktik im Raum verstanden und im Diskurs der 1970er verortet. ?Can Gays Save New York City?? lautete 1977 der Leitartikel der Zeitschrift Christopher Street, in der die besondere Rolle der queeren Kunstszene für die Attraktivität der Stadt betont wird, in der Andy Warhol der ?Secret Major? ist.

Vor diesem historischen Hintergrund lässt sich die Vorgehensweise in der New York City Edition als eine Taktik verstehen, mit der sich General Idea, so meine These, nicht nur von der heteronormativen Kultur, sondern auch von der durch Andy Warhol geprägten New Yorker queeren Avantgarde abgrenzt.

Antje Krause-Wahl studierte Kunst/Kunsterziehung, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft in Kiel und Wien. 2005 Promotion in Leipzig (Kunstgeschichte). 2006-2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthochschule in Mainz. 2011-2013 Vertretungsprofessorin für Kunsttheorie an der Kunsthochschule Mainz. Seit 2013 DFG, eigene Stelle am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Frankfurt mit dem Forschungsprojekt ?Auf einer Seite – die Verbindung von Kunst und Mode in Künstler- und Modezeitschriften im 20. Jhdt.? März/April 2014 Reisestipendium der Terra Foundation for American Art. Aktuelle Veröffentlichungen: ?American Fashion and European Art – Alexander Liberman and the Politics of Taste in Vogue of the 1950s?, in: Journal of Design History, März 2015; ?Andy Warhol?s Interview – Arbiter of (Queer) Style?, in: Fashion Theory, 19 (4), 2015; ?Page by Page. Fashion and Photography in the Magazine?, in: Magazine, ed. by Gwen Allen, Whitechapel: Documents of Contemporary Art, Cambridge, MA 2016.

Archiv-Screenshot:

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