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VISUALISATION OF EVOLUTION / a model of praxis & theory
Seit 2002 sammelt Petra Maitz Modelsysteme der Natur, studiert sie ausgiebig und extrahiert daraus einen universellen Codex wie evolutionäre, bzw. im weitesten Sinne kulturelle Entwicklungen funktionieren. Ihr erster Erklärungsversuch für die Komplexität der Gegenwart führt uns in die Welt der Mikrobiologie, in das Zellgeschehen und die Produktion von neuen Kombinationsmöglichkeiten. Das Urmolekül RNA (Ribonukleinsäure) spielt in diesem Gewinde-Denken eine entscheidende Rolle. Dies erklärt sie anhand von Zeichnungen und Projektskizzen. Wie daraus ihre groß angelegten Installationen entstanden und wie diese aus einer naturwissenschaftlichen These stammende Methodik ihre künstlerische Arbeit beeinflusst, wird mithilfe von vergleichendem med.-technischen Bildmaterial gezeigt.
Der Vortrag richtet sich an alle, die an den Umformungsprozessen unserer Welt und den Neukonstruktionen gesellschaftlicher Lebensformen durch künstlerisch-mediale Verlängerungen interessiert sind. Mikro-Prozesse finden ungesehen im Molekülkosmos des Lebendigen statt und man nennt dies chemische Weltveränderung. Diese Erkenntnisse werden wissenschaftshistorisch anhand einiger Beispiele aus der Chemie (Louis Pasteur) und der jungen Philosophie der Trans-Disziplin abgleitet und aufgezeigt.
Der Inhalt des Vortrages kann im Buch nachgelesen werden. Exemplare liegen auf.
Petra Maitz: Visualisation of Evolution, Edition Angewandte/Birkhäuser 2014
