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Vom Archiv ausgehend

Theorie Zeitgenössische Kunst Konferenz Workshop Ausstellung
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1 Termin
Samstag 23. April 2016
23. April 2016
Sa
01:00
Vom Archiv ausgehend

Institutionelle Geschichte(n), Regime der Bildung, Regime der Bildung, Künstlerische Praxen und Erinnerungspolitiken
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Symposium | 20.04.2016 - 23.04.2016
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Atelierhaus, Lehargasse 8, 1060 Wien, 2. OG Mehrzwecksaal und Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Aktsaal

Vermittlungprogramm im Rahmen von Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung. Ein kuratorisches Ausstellungs-, Recherche- und Vermittlungsprojekt

Symposium (Deutsch/Englisch):
Mi, 20.04.2016, 9.30?21.00 h, Mehrzwecksaal (Atelierhaus)
Do, 21.04.2016, 10.00?16.00 h, Mehrzwecksaal (Atelierhaus)
Sa, 23.04.2016, 15.00-19.00 h, Aktsaal (Hauptgebäude)

Vorträge, Diskussionen und Workshops mit:
Tal Adler/Friedemann Derschmidt/Elisabeth Samsonow/Karin Schneider/Anna Szöke/Niko Wahl, Eva Blimlinger, Zsuzsi Flohr/Benjy Fox-Rosen/ Eduard Freudmann/Eva Reinold/Luisa Ziaja, Minna L. Henriksson, Gila Kolb, Elke Krasny, Martin Krenn, Barbara Mahlknecht, Verena Pawlowsky, Birgit Peter, Sabine Plakolm-Forsthuber, Suely Rolnik, Dirk Rupnow, Anna Schürch, Bernadette Settele, Nora Sternfeld

Keynote Lecture: Suely Rolnik, 20.04.2016, 19.00 bis 21.00 h
Kuratorinnen: Elke Krasny und Barbara Mahlknecht
Moderator: Dirk Rupnow

Im Jahr 1941 wurde die Meisterschule für Kunsterziehung an der Akademie der bildenden Künste Wien gegründet. Aus dieser NS-Gründung ging das heutige Institut für das künstlerische Lehramt hervor. 2016 jährt sich die Gründung zum 75. Mal. Dies ist der Anlass für die von Elke Krasny und Barbara Mahlknecht kuratierte Ausstellung Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung sowie für das die Ausstellung begleitende Symposium.

Das Symposium Vom Archiv ausgehend. Institutionelle Geschichte(n), Regime der Bildung, künstlerische Praxen und Erinnerungspolitiken greift die folgenden in der Ausstellung Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung behandelten Themen auf: Institutionelles Gedächtnis und historische Forschung, NS-Kunsterziehung, nationalsozialistische Bildungspolitik am Standort Wien, Erinnerungspolitiken und künstlerischen Praxen sowie zentral die Frage nach dem Archiv und den unterschiedlichen Zugriffen auf seine Materialien.

Die kritische Auseinandersetzung mit Institutionengeschichte und Nationalsozialismus aus den Fragen der Gegenwart erfolgt in generationalen Wellen und aus der spezifischen Situiertheit von Zeitgenoss_innenschaft. Diese Arbeit an der Aufarbeitung ist durch ihre Unabschließbarkeit gekennzeichnet, aber auch durch Konflikte zwischen verschiedenen Generationen, Perspektiven, Interessen und Disziplinen. Historiker_innen, Aktivist_innen und Künstler_innen arbeiten mit unterschiedlichen Motivationen und Herangehensweisen, oft mit denselben Materialien in den Archiven von Institutionen. Die Widersprüche, die sich durch die unterschiedlichen Zugänge eröffnen, sind geprägt von unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln zwischen Geschichtswissenschaft und künstlerischer Forschung sowie von aktuell neu gestellten Fragen in der multidirektionalen und transnationalen Erinnerungsarbeit in der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft.

Der erste Symposiumstag am 20. April besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist der NS-Bildungspolitik am Standort Wien gewidmet. Zu Institutionen und Gedächtnis spricht Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien. Zur Akademie der bildenden Künste Wien im Nationalsozialismus trägt die Historikerin Verena Pawlowsky vor, deren Studie zu den Lehrenden, Studierenden und dem Verwaltungspersonal an der Akademie der bildenden Künste Wien in der NS-Zeit im Herbst 2015 erschienen ist. Sabine Forsthuber-Plakolm, Professorin für Kunstgeschichte an TU-Wien, stellt die Ideologisierung des Kunstunterrichtes in der NS-Zeit am Beispiel der Wiener Frauenakademie dar. Birgit Peter, Privatdozentin am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien, stellt die Aufarbeitung der NS-Geschichte des Instituts für Theaterwissenschaft gemeinsam mit Studierenden vor. Elke Krasny und Barbara Mahlknecht sprechen ausgehend von ihrer kuratorischen Recherche für Ausstellung Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung über die Formierung der NS-Kunsterziehung.

Der zweite Teil des Symposiums am 20. April ist Präsentationen und Gesprächen zur geschichtspolitischen und erinnerungspolitischen Dimension von Kunst, Aktivismus und aktivistisch-künstlerischer Forschung gewidmet. Der Künstler Martin Krenn präsentiert Projekte, wie das zur Umgestaltung des Lueger-Denkmals in ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus. Die Gruppe Zsuzsi Flohr/Benjy Fox-Rosen/Eduard Freudmann/Eva Reinold/Luisa Ziaja reflektiert an Hand ihres Projekts ?Was sie unterließ, haben wir getan?, das 2015 am Morzinplatz, dem Standort der Wiener Gestapo-Leitstelle stattgefunden hat, Genealogien von Mahnmal und erinnerungspolitischer Arbeit. Die Künstlerin Minna Henriksson, Künstlerin und die Theoretikerin und Kuratorin Nora Sternfeld diskutieren das Archiv als umkämpften Ort in der künstlerischen Praxis. Tal Adler/Friedemann Derschmidt/Elisabeth Samsonow/Karin Schneider/Anna Szöke/Niko Wahl stellen das Verhältnis von Geschichtspolitik und kunstbasierter Recherche an Hand ihres Forschungsprojekts Conserved Memories vor.

Für die Keynote Lecture konnte Suely Rolnik gewonnen werden. Die Psychoanalytikerin, Kunst- und Kulturkritikerin, Kuratorin und Professorin an der Katholischen Universität von São Paulo hat für die documenta13 einen Text mit dem Titel ?Archivmania? verfasst. Mit Blick auf die Rolle und Bedeutung von Archiven im Kontext der zeitgenössischen Kunst fragt Rolnik nach den Beziehungen einer ?Archiv-Manie?, den traumatischen Erfahrungen von Repressionen, beispielsweise in den ehemaligen in lateinamerikanischen Militärdiktaturen, dem kolonialen Unbewussten und poetisch-politischen künstlerischen Praxen. Suely Rolnik hat bei Félix Guattari studiert und mit ihm das Buch Micropolítica. Cartografias do desejo (1986) verfasst, das in fünf Sprachen übersetzt wurde. Rolnik hat an der Casa de Povo in São Paulo gearbeitet. Die Casa de Povo ist ein Jüdisches Kulturzentrum, das 1953 im Gedenken an Holocaust Überlebende von einer progressiven marxistischen jüdischen Community gründet wurde.

Workshops

Am 21. April gestalten Mitglieder der Arbeitsgruppe Kunst, Pädagogik, Geschichte – Gila Kolb, Barbara Mahlknecht, Anna Schürch, Bernadett Settele und Nora Sternfeld – zwei Workshops. Die AG Kunst Pädagogik Geschichte arbeitet die Konstruktionen ?fachlicher Grundlagen? der Kunsterziehung auf und untersucht, welche Kunstbegriffe dabei relevant waren und auf welche Narrative oder Theorien Bezug genommen wird.

Am 23. April findet im Aktzeichensaal der Akademie der bildenden Künste Wien von 15.00 bis 19.00 h ein Workshop mit Suely Rolnik zu Archiv-Manie statt.

Kontakt Workshops: conference_arteducation@akbild.ac.at

Archiv-Screenshot:

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