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Künstlergespräch mit Marlies Wirth, Kuratorin der Ausstellung
In seiner für das MAK entwickelten Einzelausstellung Forms in Time nähert sich der Künstler Kay Walkowiak der Frage nach der Zeitlosigkeit und narrativen Fassbarkeit von Form anhand der unterschiedlichen kulturgeschichtlichen Geisteshaltungen des ?Ostens? und des ?Westens? an. ?Der Wanderer lässt deshalb keine Spur zurück, weil er mit dem Wandern der Dinge Schritt hält?, kommentiert der Philosoph Byung-Chul Han ein altes chinesisches Sprichwort und verweist damit auf eine fernöstliche Tradition der Beziehung zu Form, die sich – im Gegensatz zur vorrangig als Substanz gedachten Form westlicher Prägung – am real Abwesenden orientiert. In einer vielschichtigen Zusammenstellung von neuen Arbeiten lotet Walkowiak den historisch und soziokulturell geprägten Umgang mit Form aus und hinterfragt deren funktionale Setzung als Projektionsfläche zeitloser Utopien.
