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PODIUMSDISKUSSION in Kooperation mit der Standard
“Schlechte Nachrichten Tag für Tag Wie populistisch ist der Bildjournalismus?”
Moderation: Irene Brickner (der Standard)
Es diskutieren:
Petra Bernhardt
Lektorin am Institut für Politikwissenschaft / Visual Studies in den Sozialwissenschaften, Universität Wien
Christian Fischer
Fotograf, Preisträger bei ?Objektiv 2015 - Pressefotos des Jahres?
Katharina Schell
Leitung Ressort Innenpolitik der APA
Ruth Wodak
Em. Professor, Lancaster University/Universität Wien
Journalistisch genutzte Fotos reduzieren die Komplexität der Ereignisse, über die sie berichten: Sie brechen sie auf einen einzelnen stellvertretenden Moment herunter. An die Betrachter appellieren sie auf einer eher emotionalen denn auf einer rationalen Ebene. Das Pointierte erhält den Vorzug vor der Differenzierung, der Effekt vor der Reflexion.
Wie der Populismus, der sich auf das Schüren von Ängsten versteht, scheint auch das beim World Press Photo Award immer wiederkehrende Themenspektrum des Bildjournalismus – Krieg, Verwüstung und Leid – geeignet, ein Gefühl permanenter akuter Bedrohung hervorzurufen. Betreibt der Bildjournalismus also gleichsam unwillkürlich das Geschäft der Populisten? Ist Vereinfachung bereits Populismus? Nach welchen Kriterien werden Fotos ausgewählt und wie sieht eine differenzierte Bildberichterstattung aus? Und wie bedienen sich populistische Kampagnen der Bilder?
Diesen Fragen nachgehend wird sich die diesjährige Podiumsdiskussion mit Bildern vor dem Hintergrund des nicht nur in Europa erstarkenden politischen Populismus nationalistischer Prägung auseinandersetzen.
Teilnahme mit gültiger Eintrittskarte
Keine Anmeldung erforderlich.
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