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Eine Konferenz widmet sich dem Wissen aus Theaterpraxis: seiner kulturellen Übersetzung und Verbreitung
Empfinden wir heute – ähnlich wie im Barock – die Gegenwart als eine Epoche des Hybriden und Krisenhaften? Inwieweit kann man barocke Schaulust, die sich im Ort “Theater” manifestiert, mit der Schaulust des 21. Jahrhunderts, die noch weit mehr eine ?Zeigelust? ist, in Beziehung setzen? Um Fragen wie diese geht es bei der Internationalen Jahrestagung des IKT, des Instituts für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW.
Bei der transdisziplinären Konferenz “Spettacolo barocco – Performanz, Translation, Zirkulation” werden Themen der kulturellen Übersetzung und der Zirkulation theatralen Wissens erörtert. Sie widmet sich der Aufführung und Inszenierung barocker “Spektakel” in Vergangenheit und Gegenwart, den für die Epoche des Barock spezifischen Theaterformen, ihrer Wiederbelebung im 19. und 20. Jahrhundert sowie der Aktualisierung der theatralen Praktiken des Barock in der Gegenwart.
MITTWOCH, 5. OKTOBER 2016
18:00 Begrüßung
Thomas TRABITSCH (Direktor des Theatermuseums)
Michael RÖSSNER (Direktor des Instituts für
Kulturwissenschaften und Theatergeschichte)
18:15
Stefan HULFELD (Wien):
Über Commedia dell?arte als Mythos
und Forschungsgegenstand der Theatergeschichte
19:30
Arlecchino und sein Double
Eine Produktion der Scuola Sperimentale dell?Attore (Pordenone)
mit Claudia CONTIN ARLECCHINO. Regie: Ferruccio MERISI
(Eintritt – 22, Studierende – 12; Reservierungen: + 43 1 52524 3460)
DONNERSTAG, 6. OKTOBER 2016
9:30
Einführung: Andrea SOMMER-MATHIS
10:00
Barocke Performanz
Moderation: Otto
PFERSMANN
Michael RÖSSNER (Wien/München):
»Comoedia est enim speculum
comoediae (et imitatio vitae?)«. Translationen und Spiegelungen in der
barocken Komödie
Susanne WINTER (Salzburg):
TheaterKulturTransfer:
Die Commedia dell?arte in Italien, Frankreich und Spanien
11:00?11:30
Kaffeepause
Christine FISCHER (Basel):
»Angelica, vincitrice di Alcina« – zu
Herrschertugenden und ihrer Verortung in der Wiener Produktion von 1716
Margret SCHARRER (Saarbrücken):
Résistance oder Amüsement?
Österreichs Adel besucht die Pariser Theaterbühnen
12:30 – 14:00
Mittagspause
14:00
Translation des Barock
Moderation: Federico ITALIANO
Matthias MANSKY / Eva-Maria HANSER (Wien):
»Von Geberden und Reden
aber, recht gut teütsch worden« – Adaptions- und Transferprozesse im
frühneuzeitlichen Berufstheater
Florian BARANYI (Wien):
Hofgesellschaft und Rache: Thomas Kyds
»The Spanish Tragedy« und die Apologien des souveränen Rechts
Christopher F. LAFERL (Salzburg):
Der Festejo de »Los empeños de
una casa« von Sor Juana Inés de la Cruz als barockes Spektakel
15:30?16:00
Kaffeepause
16:00
Spettacolo barocco! Triumph des Theaters
Kuratoren-Führung durch die Ausstellung
FREITAG, 7. OKTOBER 2016
9:00
Zirkulation des theatralen Wissens
Moderation: Christoph LEITGEB
Katharina WESSELY (Wien):
»… dies Ragout aus Anderer Schmaus«.
Die Neuerfindung des Alt-Wiener Volkstheaters im Rahmen der
Internationalen Musik- und Theaterausstellung 1892
Elisabeth GROSSEGGER (Wien):
»Das zweite Barock«.
Ein Theaterdiskurs der Zwischenkriegszeit
Uta COBURGER (Mannheim):
Zur aktuellen Mannheimer Ausstellung
»Barock. Nur schöner Schein?«
10:30-11:00
Kaffeepause
Moderation: Silke LEOPOLD
Corinna HERR (Köln):
Hybride Sänger? Zur Besetzung des
Primo uomo in Barock und Postmoderne
Seollyeon KONWITSCHNY (Berlin):
Händel – unser Zeitgenosse?
Peter Konwitschnys vier Händel-Inszenierungen
Sigrid T?HOOFT (Gent):
Barockregie heute: Die Inszenierung von
Händels »Imeneo« bei den Händel-Festspielen in Göttingen im Mai 2016
12:30
Abschlussdiskussion & Zusammenfassung
