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Design Dialog: Der jüdische Beitrag zur Wiener Moderne

Theorie Zeitgenössische Kunst Konferenz
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1 Termin
Freitag 14. Oktober 2016
14. Okt. 2016
Fr
01:00
Design Dialog: Der jüdische Beitrag zur Wiener Moderne
Design Forum

Internationales Symposium
Anmeldung erforderlich

Das Symposium ?Design Dialog? bietet historische und heutige Perspektiven auf die tragende Rolle, die Jüdinnen und Juden bei der Entfaltung der Wiener Moderne spielten. Ab dem frühen 19. Jahrhundert überbrückte der kreative Dialog zwischen Auftraggebern und ausführenden ArchitektInnen und KünstlerInnen die Trennung zwischen jüdischer und christlicher Kultur und propagierte ein neues, von der Ethik geprägtes Ideal der Zivilisation.
Dieser kreative Dialog und die Beziehungen schaffen die Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich die Wandlungen der Ästhetik und der soziokulturellen Bedingungen in der Wiener Moderne verhandeln lassen. Die Moderne etabliert neue Fronten der Architektur und des Design in Wien. Dieses Symposium will die jüdische Beteiligung an diesen Wandlungen und Umbrüchen unter Berücksichtigung der ästhetischen Neuerungen wie auch des soziokulturellen Austauschs thematisieren.

Führende KulturhistorikerInnen, MuseumskuratorInnen, Architektur- und KunsthistorikerInnen werden in Vorträgen neue Forschungen zur signifikanten Rolle jüdischer AuftraggeberInnen und ArchitektenInnen präsentieren, die diese für die Etablierung neuer Stile in Architektur und Design Wiens zwischen 1800 und 1938 spielten.

Das Symposium beleuchtet den Aufstieg jüdischer Patronanz und die entscheidende Rolle jüdischer ArchitektInnen im Wiener Historismus, den Einfluss jüdischer Mäzene und Kunden auf zwei berühmte Avantgarde-Bewegungen der Wiener Moderne: die Wiener Werkstätte und Adolf Loos und seine Bauschule. Weiteres widmen sich die Beiträge dem Einfluss jüdischer ArchitektenInnen und DesignerInnen aus Wien auf die Internationale Moderne mit Protagonisten wie Oskar Strnad, Josef Frank, Liane Zimbler und Friedrich Kiesler. Damit soll die Relevanz eines solchen Design Dialogs auch in Hinsicht auf die Fragen hervorgehoben werden, die unsere heutige, interkulturelle, globale Gesellschaft im Hinblick auf eine zeitgemäße Ästhetik beschäftigen.

Ein Symposium der Universität für angewandte Kunst Wien in Kooperation mit dem MAK

Thursday October 13, 2016

09.30 Welcome
Elana Shapira (Universität für angewandte Kunst Wien)
Rainald Franz (MAK Wien)

10. 00 Opening
Steven Beller, (Washington, D. C.)
Dis-Oriented Jews? Orientalism and assimilation in Vienna 1900
10.30-12.00 The Kaiser and his Neighbors – Jewish
Emancipation Narrative
Moderator: Gabriele Kohlbauer-Fritz (Jüdisches Museum Wien)
1.
Katharina Schoeller (Art historian, Wien),
Ludwig Försters Bauten für die Familie Pereira Arnstein
2.
Pierre Genée (Independent scholar, Wien),
Wiener Synagogen zwischen Ost und West
3.
Ursula Prokop (Architectural Historian, Wien),
Das Palais Goldschmidt am Schottenring – Ein jüdisches Bildprogramm im Zusammenspiel von Bauherr und Architekt
12.00-12.30 Discussion
13.30-15.30 Jewish Renaissance
Moderator: Gerhard Milchram (Wien Museum)
1.
Felicitas Heimann-Jelinek (Independent curator, Wien), Jüdische Museen - Repräsentanten der Moderne?
2.
Christopher Long (University of Texas at Austin, USA), The Königsschule and Its Legacies
3.
Markus Kristan (Albertina Museum, Wien), Oskar Marmorek ?Der Erste Baumeister der jüdischen Renaissance?
4.
Ingrid Erb (Architect, Wien), Cornelia (Nelly) Marmorek, Malerin und Muse
15.30-16.00 Discussion
16.00-18.00 Feminist Perspectives – Design and Women?s Emancipation
Moderator: Jill Meissner (Kiesler Foundation Austria)
1.
Rebecca Houze (Northern Illinois University, USA), Emilie Bach: Teacher, Critic, and Art Embroiderer in the Era of Emperor Franz Joseph

I
2.
Deborah Holmes (University of Salzburg), Eugenie Schwarzwald and Adolf Loos – Reform Education and Architecture
3.
Sabine Plakolm-Forsthuber (Technische Universität Wien),?Loos remodeled?. Zum Umbau der Leopold Goldman Wohnung von Adolf Loos (1910/11) durch die Architektin Liane Zimber 1936
4.
Lisa Silverman (University of Wisconsin-Milwaukee, USA), Photography, Fashion and Vienna?s ?New Woman?
18.00-18.30 Discussion

Friday October 14, 2016

10.00-12.30 Designed Identities
Moderator: Christopher Long (University of Texas at Austin, USA)
1.
Werner Hanak-Letner (Jüdisches Museum Wien), Was heißt hier Moderne? Über die Visionen und Bärte der Propheten Theodor Herzl und Hermann Bahr
2.
Leslie Topp (Birkbeck, University of London), Modern Architecture and Anti-Semitism in Early Twentieth-Century Vienna
3.
Tag Gronberg (Birkbeck, University of London), Myths of the Viennese Café: Ephemerality,Performativity and Loss
4.
Iris Meder (Architectural historian, Wien), Jakob Wassermann und seine Architekten Oskar Strnad und Paul Schultze-Naumburg
5.
Sebastian Hackenschmidt (MAK Wien), Claudia Cavallar (Architect, Wien),
Josef Frank und seine jüdischen Auftraggeber – Fallbeispiele
12.30-13.00 Discussion
14.00-16.00 Between Two World Wars – the Creative Legacy of Viennese Modernism
Moderator: Elana Shapira (Universität für angewandte Kunst Wien)
1.
Inge Podbrecky (BDA Wien), Von der Norm zum Diskurs? Josef Frank, Otto Neurath und die Siedlung
2.
Rainald Franz (MAK Wien), Paul Wittgenstein and his Wiener Porcelain Collection
3.
Werner Michael Schwarz (Wien Museum), Utopie Interieur: Felix Salten und die Faszination für Teppiche
4.
Gerd Zillner (Kiesler Foundation Austria), Kiesler vs. Levy-Moreno – Krokodil oder Radio. Der Plagiatsstreit um die ?Raumbühne? 1924
16.00-16.30 Discussion
17.00-18.00 Roundtable discussion

Archiv-Screenshot:

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