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Aktionstage: Flucht – Migration – Demokratie
29. November – 2. Dezember 2016
Während viele europäische Staaten nicht imstande sind, für diejenigen, die seit den letzten Jahren aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten flüchten, menschliche Bedingungen zu schaffen, beweist das zivilgesellschaftliche Engagement von europäischen Bürger_innen, dass Solidarität lebt und die Vision eines demokratischen Europas nicht aufgegeben wird. Gemeinschaftliches Handeln – sei es in kleineren Gemeinden oder in größeren Städten ?wird für viele zur Handlungsmaxime. Damit nehmen Aktionen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft einen starken Einfluss auf europäische Demokratien, verändern und gestalten sie neu.
Welche Potentiale für die Weiterentwicklung der europäischen Demokratien beinhalten diese zivilgesellschaftlichen Aktionen im Zusammenhang mit der jüngsten Fluchtbewegung? Welche Erkenntnisse können aus den historischen Erfahrungen im Zuge der Jugoslawien-Kriege gewonnen werden, aber auch aus den gegenwärtigen in Schweden? Wie verändern Migrationsbewegungen europäische Demokratien und was kann aus den zivilgesellschaftlichen Aktivitäten, die seit dem letzten Jahr in ganz Europa entstanden sind, gelernt werden?
Die Aktionstage: Flucht – Migration – Demokratie, die von einer Vielzahl an Organisationen mitgetragen werden, widmen sich diesen Fragen aus theoretischer sowie praxisorientierter Perspektive und versuchen die derzeitige Lage anhand historischer und geografischer Vergleiche einzuordnen.
Symposium
Das neue Gesicht der Demokratie! EUROPÄISCHE Erfahrungen im Vergleich
Der erste, wissenschaftliche Teil, der an der Akademie der bildenden Künste stattfindet, wirft zuerst einen Blick auf die Erfahrungen der Migration aus dem ehemaligen Jugoslawien von den 1990er Jahren bis heute. Dieses Beispiel bietet sich an, um Fragen von Flucht, Rückkehr, Transnationalismus und die Auswirkungen auf die Einwanderungs- und Herkunftsgesellschaften zu diskutieren. Daran geknüpft sind weiters Fragen nach den Auswirkungen heutiger Migrationsbewegungen auf das Verständnis von europäischen Demokratien und nach dem Aushandeln neuer Zugehörigkeiten innerhalb Europas. Denn die Debatten um die Sicherung der EU-Außengrenzen und die Quoten für Geflüchtete verändern auch das demokratische Selbstverständnis der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten.
Diskussionen – Workshops – Networking
Das neue Gesicht der Solidarität! Zivilgesellschaft und Aktivismus
Der zweite Teil findet in der ÖBB Unternehmenszentrale am Hauptbahnhof statt – mittlerweile im Fluchtzusammenhang seit 2015 ein geschichtsträchtiger Ort – und dient dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung von internationalen und regionalen Akteur_innen sowie der Verschränkung von Theorie und Praxis. Hier geht es um neue Formen von zivilgesellschaftlichem Aktivismus, vor allem entlang der sogenannten ?Westbalkanroute?, in Schweden und im ländlichen Raum. Den Abschluss bilden die Vorführung des Filmes ?Logbook Serbistan? und ein Gespräch mit dem Regisseur ?elimir ?ilnik.
Programm
Symposium Day 1
THE NEW FACES OF DEMOCRACY! EUROPEAN EXPERIENCES
09.00-10.00
Welcome:
Andrea B. Braidt (Akademie der bildenden Künste), Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten), Christiane Erharter (ERSTE Stiftung), Traude Kogoj (ÖBB), Sandra Frauenberger (Stadträtin für Integration)
Introductory remarks:
Vedran D?ihi? (oiip), Shalini Randeria (IWM)
Keynote speech:
Peo Hansen (REMESO, Linköping University)
Coffee Break
10.00-10.30
Panel 1
10.30-12.00
(Not) Learning from history, part I: Yugoslav refugee crisis – how Europe dealt with it
Branka Liki?-Brbori? (REMESO, Linköping University), Zoran Slavini? (REMESO, Linköping University), Wolfgang Petritsch (Austrian Marshall Plan Foundation, Vienna), Melita H. Sunjic (UNHCR, Vienna)
Moderation: Vedran D?ihi? (oiip, Vienna)
Lunch
12.00-13.30
Panel 2
13.30-15.00
(Not) Learning from history, part II: Integration and democracy
Li Bennich-Björkman (Department of Government, Uppsala University), Holly Case (IWM, Brown University), Ilker Ataç (University of Vienna), Gudrun Biffl (Danube University Krems)
Moderation: Sanja Bojani? (CASS SEE, University of Rijeka)
Coffee Break
15.00-15.30
Panel 3
15.30-17.00
Demos – Who belongs to the political community?
Snje?ana Priji?-Samar?ija (CASS SEE, University of Rijeka), Hedvig Morvai (European Fund for the Balkans, Belgrade), Edma Ajanovi? (University of Vienna), Gáspár Miklós Tamás (Central European University, Budapest), Katharine Sarikakis (University of Vienna)
Moderation: Gerd Valchars (Initiative Minderheiten, Vienna)
Public Debate18:00
18:00-20:00
POLARIZATION AND SECURITIZATION: FEAR RE-SHAPING EUROPEAN DEMOCRACIES
Akademie der bildenden Künste Wien
Welcome: Eva Blimlinger (Akademie der bildenden Künste), Boris Marte (ERSTE Stiftung)
Panel: Ivan Krastev (IWM, Centre for Liberal Strategies, Sofia), Muna Duzdar (State Secretary for Diversity, Public Administration and Digital Agenda, Vienna), Stefan Jonsson (REMESO, Linköping University),
Moderation: Shalini Randeria (IWM, Vienna)
End
