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How to (Counter) Act: Agency and Vulnerability

Theorie Zeitgenössische Kunst Konferenz Workshop Vortrag
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1 Termin
Freitag 15. Dezember 2017
15. Dez. 2017
Fr
11:00
How to (Counter) Act: Agency and Vulnerability

Allianzen zwischen Rechtspopulismus und neoliberalem Kapitalismus produzieren meist Hassreden, Belästigung, toxische Männlichkeitsbilder und ungleich verteilte Systeme von Prekarität und Enteignung.

Was kann getan werden? Was sind Handlungsmöglichkeiten von Kunst und Bildung heutzutage? Wie können Kunst und Forschung ihre Wirkung über die Kultur hinaus in das tägliche Leben ausdehnen? Der Fokus des Symposiums liegt auf Handlungsfähigkeit und Verletzlichkeit. Das es emanzipatorische und bestärkende Auswirkungen hat zu Handeln steht seit langem fest. Es ist allerdings auch wichtig, die politische Funktion von Verletzlichkeit zu verstehen. Feministische, postkoloniale und Queer Politik tragen in Praxis und Theorie zum besseren Verständnis dieser Verletzlichkeit bei, die in komplexen Verbindungen zu Handlungs- und Machtpolitik steht.

11 Uhr
Begrüßung: Elke Krasny und Vanessa Joan Müller

11.30 – 13 Uhr
Transcending Other: A multifaceted approach to diversity and inclusion.
Workshop mit Melodie Holliday und Julie Wright

Ebenso wie die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Studenten entwickelt sich durch Digitalisierung, Globalisierung und politische Landschaften das Hochschulwesen in Großbritannien weiter. In diesem Workshop sollen die Teilnehmer durch eine Vielzahl von Theorien gestützten Aktivitäten, in die Pädagogik sozialer Gerechtigkeit (Hahn Tapper, 2013) eingeführt werden. Die Teilnehmer werden sich mit Schlüsselkonzepten zu Inklusion und Diversität in der künstlerischen Bildung auseinandersetzen und diese neu überdenken und anwenden. Diese Konzepte umfassen kritische Rassentheorie “Critical Race Theory” (Harris et al., 2012), Intersektionalität “Intersectionality” (Crenshaw, 1991) und Empathie “Empathy” (Stephan & Finlay, 1999). Ziel dieses Workshops ist es, ein herausforderndes, aber dennoch unterstützendes Umfeld für einen zielgerichteten und bedeutungsvollen Dialog zu schaffen, der auf bestehendem Wissen und Praktiken der Kohorten aufbaut.

Melodie Holliday ist Herausgeberin und Lehrplanentwicklerin bei Shades of Noir, eine UAL-preisgekrönte Lehrerin, Doktorandin, Künstlerin und Performerin. Sie ist eine leidenschaftliche Musikliebhaberin und Punkfrontfrau der Band “Art Trip and the Static Sound”. Ihre Arbeit wurde auf BBC Radio 6 Music und Radio X gespielt. Sie engagiert sich für soziale Gerechtigkeit und kulturelle Demokratie in der Kunstpädagogik.

Julie Wright ist für die Bildungsinhalte bei Shades of Noir verantwortlich. Sie hat kürzlich ihren MA-Abschluss am Central Saint Martins gemacht, wo sie das letzte Jahr mit der Erforschung des Kolorismus in Verbindung mit Mode verbracht hat. Julie hat Kleidungsstücke kreiert, die den Trägern den Effekt von Kolorismus fühlen lassen sollen, ohne diesen Effekt erklären zu müssen. Dies ist nur der Anfang eines fortwährenden Prozesses, den sie nach ihrem Abschluss fortsetzen wird.

13 – 14 Uhr
Pause

14 – 16 Uhr
Vulnerability, Discrimination and the Poetry of Resistance
Vortrag und Workshop mit María do Mar Castro Varela

Es gibt viele Möglichkeiten, über Diskriminierung zu sprechen. Es gibt viele Möglichkeiten, eine Situation der Verletzlichkeit und des Widerstands zu beschreiben. In ihrem Vortrag wird María do Mar Castro Varela einerseits einen Überblick über die verschiedenen Konzepte geben, die versuchen, die Unordnung der Diskriminierung zu erfassen: “ineinandergreifende Systeme der Unterdrückung”; “Mehrfachdiskriminierung”; “Intersektionalität”; “mythische Norm”. Auf der anderen Seite wird sie über Widerstand sprechen. Der Widerstand als eine spezifische Form der Poesie, die in dem verletzlichen Subjekt verwurzelt ist, das schließlich über Handlungsfähigkeit verfügt – wie schmerzhaft die Erfahrung von Diskriminierung auch sein mag.

Castro Varela, María do Mar (Prof. Dr.) ist Professorin für Pädagogik und Sozialarbeit an der Alice Salomon Universität in Berlin mit dem Schwerpunkt Gender und Queer Studies. Sie hat Psychologie und Pädagogik studiert und einen Ph.D. in Politikwissenschaft. Ihre Forschungsinteressen neben Gender und Queer Studies sind Postcolonial Theory, Critical Migration Studies und Critical Education. Publikationen: “Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik der Gegenwart” (Hrsg. mit Paul Mecheril); “Contesting the Imperial Agenda. Respelling Hopelessness. Some Thoughts on the Dereliction of the University”, in: “Decolonizing the University”- Sonderausgabe Tijdschrift voor Genderstudies (TvG) (mit Alisha Heinemann).

Eine Kooperation zwischen dem Fachbereich Kunst und Bildung am Institut für das künstlerische Lehramt der Akademie der bildenden Künste Wien und der Kunsthalle Wien

Organisiert von Elke Krasny und Vanessa Joan Müller

Eintritt frei!

Archiv-Screenshot:

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