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3. Dezember 2020
Helmut Draxler (Angewandte)
Gegen die Gegenwart
Sinn scheint sich heute nur als gegenwärtiger einfordern zu lassen. Gegenwartskunst wird dementsprechend zumeist in Bezug auf aktuelle Ereignisse verstanden, als ein akutes Bedürfnis, ein relevantes Versprechen oder eine unumgängliche Verwirklichung. Doch zweifellos ist die Gegenwart selbst nicht unbedingt aktuell: sie stellt einen konzeptuellen Rahmen dar, durch den hindurch wir Ereignisse zuallererst wahrnehmen und bewerten. Die historische Bedingtheit dieses Rahmens ist offensichtlich; sie zu adressieren scheint mir die grundlegende Voraussetzung darzustellen, der ebenso theoretischen wie praktischen Herausforderung zu begegnen, Kunst und Politik jenseits der Zumutung durch die reine Gegenwart zu denken.
