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ERÖFFNUNG
Warum ein Festival zum Thema Tod
Zur Eröffnung sprechen:
Tina Zickler - Leiterin des Festivals MEMENTO MORI
Ernst Woller - Erster Präsident des Wiener Landtages
Lena Köhler - Stellvert. Bezirskvorsteherin Josefstadt
Claudia-Peschel Wacha - Stellvert. Direktorin Volkskundemuseum
Ich lebe, Du lebst, Sie leben. Ich sterbe, Du stirbst, Sie sterben. Beides geschieht gleichzeitig. Leben und Tod sind untrennbar miteinander verbunden. In jedem Moment, in dem ich atme und das Leben mich durchströmt, bewege ich mich auf den Tod zu.
Mit jedem Lebensjahr wird mir meine Vergänglichkeit bewusster. Und immer wieder sterben Menschen, die ich geliebt habe. Manche sterben langsam und gehen in einer Demenz unter. Andere sterben plötzlich und völlig unerwartet. Dann bricht der Tod mit Macht in unser Dasein ein. Mit einem Schwerthieb teilt er unser Leben in ein Vorher und ein Nachher. Zurecht schreibt der französische Moralist Francois de la Rochefoucauld in seiner Maxime 26: „Le soleil ni la mort ne se peuvent regarder en face“ – Weder der Sonne noch dem Tod kann man nicht ins Gesicht blicken. Aber man kann sich damit auseinandersetzen und vielleicht die Angst überwinden, die einen dabei leicht erfasst. Auf jeden Fall ermöglicht die Auseinandersetzung mit dem Tod ein bewussteres Leben. Es lohnt zu überlegen, ob man das Leben lebt, dass man eigentlich leben möchte. Es lohnt zu reflektieren, welche Menschen wirklich etwas bedeuten und was die eigene Seele nährt.
Mit über 50 Veranstaltungen in 11 Tagen setzt das Kulturfestival MEMENTO MORI ein Zeichen. Ziel ist es, den Tod zu enttabuisieren und die Auseinandersetzung mit dem eigenen und fremden Sterben zu fördern. Frei nach dem Motto: Dem Tod kann man nicht entkommen, aber besser vorbereitet entgegentreten.
Eintritt frei
Anmeldung erforderlich, möglich bis 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn
Konzert im Rahmen der Eröffnung: Von Totenliedern und Klagemelodien
MEMENTO MORI
Ein interkulturelles Festival zu Tod und Trauer in Wien
7. bis 17. Oktober 2021
Festivalzentrale: Volkskundemuseum Wien
Kuratiert von Tina Zickler
