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Temporäre Installation
25. September - 9. Oktober 2015
Am 25.9. – dem Langen Tag der Flucht 2015 – werden am Maria-Theresien-Platz um 10:00 Uhr zwei Flaggen mit dem Motiv des Notausgangschildes gehisst.
Sowohl die Bedeutung von Fluchtwegschildern als auch die von Flaggen ist durch Konventionen festgelegt. Flaggen repräsentieren Länder, Verwaltungseinheiten und Organisationen. Rettungs- und Fluchtwegschilder bieten Orientierung in Notsituationen. Werden beide vereint, kommt ihre Bedeutung ins Flattern. Weder ist definiert, wem hier ein Ausweg gewiesen wird, noch wer dies tut oder wo sich dieser befindet. Notausgänge müssen unmissverständlich gekennzeichnet sein. Unklarheiten können fatale Folgen haben. Der Hinweis auf einen Notausgang, der vom Wind abhängig und somit überall und nirgends ist führt dieses Prinzip ad absurdum. Gleichzeitig markiert ein flatterndes Notausgangsschild aber wohl auch kaum ein Hoheitsgebiet.
Durch die Präsentation am Langen Tag der Flucht und die aktuellen Debatten um Flüchtlinge, Asyl und Migration steht die Arbeit automatisch in einem bestimmten politischen Kontext. Es bieten sich aber auch andere Anschlussmöglichkeiten. Die Flaggen mögen etwa als eine Metapher dafür verstanden werden, wie schnell sich Wind, Schicksal und Wege ändern können. Nicht zuletzt sind sie auch ein semiotisches Spiel, eine Irritation im öffentlichen Raum und eine Befragung von Hoheitszeichen und Ortskennzeichnungen.
Dieses Projekt wird unterstützt von KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien.
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Hissen der Flaggen: Freitag, 25. September 2015, 10 Uhr
Ort: Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Einholen der Flaggen: Freitag, 9.Oktober 13 Uhr
