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In Nehéz istennek lenni - Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein von Kornel Mundruczó werden zwei Lastwagenladungen ungarischer Mädchen, getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben im Westen, an osteuropäische Sadisten verkauft, die sie für Gewaltpornos missbrauchen. Einer der Männer muss entscheiden, ob er gottgleiche Distanz wahren oder gegen diese Grausamkeit einschreiten soll.
Gespielt wird auf den Ladeflächen zweier Trucks. In den Trucks sind junge ungarische Mädchen, die auf eine bessere Zukunft im Westen hoffen. Irgendwo vor der ukrainisch-rumänischen Grenze sind sie an eine Gruppe osteuropäischer Sadisten verkauft worden, die im Namen einer abstrusen Mystik mit ihnen Gewaltpornos drehen. Menschenhandel, Pornogeschäft und gewaltbereite Sekten stellt der ungarische Regisseur und Filmemacher Kornél Mundruczó in seinen osteuropäischen Realfiktionen nicht zum ersten Mal in einen Zusammenhang. Dieses Mal gefriert einem das Blut, obwohl man ja weiß, dass nur Kunstblut fließt. Die Mädchen werden am Set gefesselt, verbrüht, geschlagen, gedemütigt und begraben bis zum Herzstillstand. Zwei der Mädchen sterben. Ihre Körper sind Menschenmaterial, aus dem Bilder produziert werden. Mundruczó zeigt die Szenen auf der Leinwand, live gefilmt mit einer wackeligen Handkamera. Zwischen den Exzessen, in Atempausen des Humanen, funktionieren die Darsteller im Truck herumliegende Gegenstände zu Instrumenten um und spielen und singen Hits wie What the World needs now is Love oder Oh Mamy Blue. Einer der Männer, der Doktor, wurde als Abgesandter einer anderen Spezies in diese Menschenhölle gebeamt. Er soll mit gottgleicher Distanz beobachten. Das schafft er nicht.
Mundruczó gastierte 2009 mit dem Frankenstein-Projekt und 2010 mit A jég – Das Eis bei den Wiener Festwochen.
Spieltage
18.05.11 21:00
19.05.11 21:00
20.05.11 21:00
21.05.11 21:00