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Contemporary Day: SOUTH
1997 reisten die zwei Kärntner Gerhard Fillei (46) und Joachim Krenn (45) in die USA mit dem Vorhaben, Film zu machen. Sie hängten dafür ihre »sicheren Jobs« als Bühnenbildner der Stadtbühne Villach bzw. als Werbegestalter an den Nagel und schrieben sich in eine private Filmschule in New York ein. Die Schule war aber nicht das Wahre, also beschlossen sie ihr Projekt, das zu ihrem Spielfilmdebüt SOUTH werden sollte, ohne »Ausbildung« anzugehen. Dafür mussten sie aber erst ihre Kamera, eine 35000 Euro teure Arri Super 16, von der Filmschule »zurückklauen«, die ihnen der Direktor nur gegen einen Aufpreis aushändigen wollte. Damit nahmen die Schwierigkeiten ihren Lauf. 2001, drei Jahre nach den ersten Dreharbeiten, mussten sie die Filmrechte an ihre damalige Produktionsfirma verkaufen. Da sie aber keine Förderansuchen für einen Film stellen konnten, der ihnen nicht mehr gehörte, brauchten sie die Rechte zurück. Ein Unternehmen, das zum großen Stolperstein wurde, denn die Firma wollte dafür 300000 Euro, also das Doppelte des ursprünglichen Verkaufspreises. Insgesamt waren 12 Jahre und sieben Drehphasen, zwischen denen oft mehrere Jahre lagen, notwendig, um den Film zu verwirklichen; ein Projekt, das die beiden Regisseure hart an den Rand des Privatkonkurses führte. »Aber irgendwann kommt der Punkt, da ist aufhören teurer als weitermachen«, sagte Joachim Krenn im Interview mit der Kleinen Zeitung.
