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CinemaSessions: Metropolis 2.0

Öffentlichkeit Screening Musikperformance
1 Termin
Dienstag 27. März 2018

CinemaSessions

Monatliche Programmreihe des Filmarchiv Austria ab April 2010

Filmgeschichte trifft Gegenwartskunst: mit den CinemaSessions präsentiert das Filmarchiv Austria ab April im Metro Kino spektakuläres Stummfilmkino - live vertont von MusikerInnen der Wiener Experimental- und Elektronikmusikszene.

ERÖFFNUNG 13.04. 20:30 Metro Kino

Metropolis 2.0

Österreichische Uraufführung, Di 13.4.2010, 20:30 Uhr, Metro Kino
Nachdem die neu rekonstruierte und restaurierte Originalfassung von Fritz Langs METROPOLIS bei der Berlinale im Februar eine fulminante Uraufführung feierte, zeigt nun das Filmarchiv Austria die österreichische Uraufführung dieses weltweit bedeutendsten und meist diskutierten Filmrestaurierungsprojekts. Seit 83 Jahren konnte METROPOLIS ausschließlich in fragmentarischen Fassungen rezipiert werden.

Die Verstümmelung des späteren Monumentalfilmklassikers - 2001 als erster Film in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen - begann schon unmittelbar nach seiner Premiere am 10. Jänner 1927. Die bisher teuerste Produktion der deutschen Filmgeschichte lief nach der Premiere mit mässigem Erfolg und wurde daraufhin von der Produktionsfirma Ufa für den landesweiten Kinostart im Sommer 1927 um 948 Meter gekürzt. Generationen von Filmhistorikern und -archivaren unternahmen daraufhin über Jahrzehnte aufwendige Recherchearbeiten, um die verlorenen Teile des Films wiederzufinden, was den Mythos um die Originalfassung noch weiter schürte. Und der Sensationsfund ließ bis 2008 auf sich warten. Er ergab sich völlig unerwartet in Buenos Aires. Der argentinische Filmverleiher Alfonso Z. Wilson vernichtete offenbar die vor der Verstümmelung erworbene Kopie entgegen der vertraglichen Vereinbarung nicht, sondern führte sie in seine Filmsammlung über. Auf Umwegen gelang diese 1992 ins städtische Museo del Cine. Es dauerte wiederum 16 Jahre, bis bei genauer Befundung der Filmrollen die schon verloren geglaubten Szenen mit einer Gesamtlänge von rund dreißig Minuten identifiziert wurden und nach mehr als acht Jahrzehnten die nahezu vollständige Rekonstruktion der Originalfassung erlauben. (Karl Wratschko)

Der Turntable-Improvisator »dieb13« wurde 1973 als Dieter Kovacic geboren. Seit den späten 1980er-Jahren arbeitet er kontinuierlich an der Nutzbarmachung von diversen Abspielgeräten wie Audiokassetten, Vinylschallplatten, CDs und Harddisks als Instrumente. Heute international einer der Innovativsten seines Fachs. Mitglied in verschiedenen Formationen, Veröffentlichungen auf diversen Labels. Dieter Kovacic ist Betreiber der Internetplattform: klingt.org.

Burkhard Stangl, Komponist und Musiker, arbeitet in den Bereichen experimenteller Improvisation, elektronischer und Neuer Musik. Zahlreiche Auftragsarbeiten, u. a. für das Klangforum Wien und das Filmarchiv Austria; Kooperationenen, u. a. mit Franz Hautzinger, Olga Neuwirth, Christian Fennesz oder Hannes Löschel.

Archiv-Screenshot:

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