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Der österreichische Animationsfilm konnte über weite Strecken seiner Geschichte keine eigenständigen Werke hervorbringen. Nicht selten musste er sich mit der grafischen Akzentuierung von Dokumentarfilmen oder der Ornamentierung von Realfilmen bescheiden. Die Werbung bot in diesem beengenden Rahmen noch die dankbarsten Herausforderungen - zumindest aber ein kontinuierliches Arbeitsfeld. So sind in der Periode zwischen 1928 und 1965 nahezu ausschließlich Werbefilme entstanden und selbst die wenigen autonomen Beiträge wurden von den einschlägigen Werbeateliers gedreht und mit den Erträgen des kommerziellen Tagesgeschäftes finanziert. Dies ist umso bedauerlicher, als Österreich bereits in der Pionierzeit über ein enormes schöpferisches Potenzial verfügte, das ganz außergewöhnliche Beiträge zur Kunst des Trickfilms lieferte. »Nitrofieber 05« spürt dieser vitalen und - bis zur Entstehung des autonomen künstlerischen Animationsfilms ab Mitte der 1960er-Jahre - auch innovativsten Epoche des österreichischen Animationsfilms nach.