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Programmpunkt des Jüdischen Filmfestivals Wien:
Im Metro-Kino wird zunächst Werner Koflers “Im Museum” (1993) gezeigt, eines der merkwürdigsten und zugleich bemerkenswertesten Beispiele in der Tradition des österreichen Avantgarde-Kinos. Angesiedelt an der ‘Schnittstelle’ von Literatur und Filmkunst thematisiert Koflers kaum bekanntes Werk die Problematik des institutionalisierten und ritualisierten Gedenkens und der Erinnerung an den Nationalsozialismus und die “Vernichtung der europäischen Juden” (Hilberg) in so ungewohnter Weise, dass der ORF vor 15 Jahren selbst die nächtliche Ausstrahlung des 30minütigen Films verweigerte - “zu ‘heavy’, selbst für die KUNST-Stücke”, befand der damals zuständige Redakteur.
Nach der Vorführung diskutiert Werner Kofler seine Arbeit
(Moderation: Albert Müller).
Den Abschluß des Abends bildet Alain Resnais’ berühmter, wenngleich zu wenig bekannter und nicht oft zu sehender Film “Nacht und Nebel” von 1955. Der Zustand der Konzentrationslager und der Orte der Vernichtung in der Mitte der 1950er-Jahre wird kontrastiert mit NS-Propaganda und heute noch schockierendem Material der Alliierten aus der Zeit der Befreiung. Die bemerkenswerte Musik von Hanns Eisler allein wäre ein guter Grund für ein Neu- oder Wiedersehen und -hören.
