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Martina Gasser: Das politische Haar

Bildende Kunst Zivilgesellschaft Eröffnung Installation
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1 Termin
bis Mittwoch 13. März
15. Dez. 2023 -
Mi 13. März 2024
18:00
Martina Gasser: Das politische Haar

Installation: Hanffasern, Karton, Stacheldraht, Bänder

Vernissage am Freitag 15.12.2023, 18:00 Uhr
Ausstellung: 15.12.23. bis 13.03.2024, Mo-So 7-23 Uhr

Seien wir ALLE Feministinnen und Feministen und setzen wir uns für eine (weltweit) bessere und gerechtere Gesellschaft für alle ein!

Menschenrechte sind Freiheitsrechte! Wenn Frauenfreiheitsrechte nicht geachtet werden, ist die gesamte Gesellschaft unfrei und es leiden – neben den Frauen – Minderheiten und Kinder, aber auch die Männer.

Trotz aller Kämpfe um diese Rechte, finden wir uns heute in einer Welt wieder, in der in den wenigsten Ländern Frauenrechte konsequent durchgesetzt und gelebt werden. In vielen Ländern werden Frauen und Minderheiten brutal unterdrückt, völlig entrechtet und sind im privaten wie im öffentlichen Leben ungeschützt jeglicher Brutalität gegen Psyche und Körper ausgeliefert.

Im Zuge der iranischen Proteste gegen das Regime seit dem Jahr 2022, ausgelöst durch den gewaltsamen Tod der jungen Jina Mahsa Amini nach ihrer Verhaftung durch die „Sittenpolizei“, da sie ihr Kopftuch nicht „vorschriftsmäßig“ getragen haben soll, begannen Frauen im Iran ihre Kopftücher abzulegen und damit martialische Strafen und Totschlag in Kauf zu nehmen. Manche Frauen stellten Videos ins Netz, auf denen sie ihre Haare aus Protest gegen diese Unterdrückung abschnitten. Das Haar steht für die Weiblichkeit schlechthin, aber auch für die „gefährliche verführerische Wirkung“ auf Männer, weshalb es aus Sicht der „Sittenpolizei“ unbedingt bedeckt werden muss, um Männer davor „zu schützen“.

Das Abschneiden der Haare wird zu einem Akt der politischen Selbstermächtigung der Frauen, mit der sie zeigen, dass sie selbst über Ihre Körper verfügen. Zugleich entledigen sie sich ihrer stigmatisierenden Weiblichkeit. Das Abschneiden der Haare ist eine alte Geste der Trauer, wenn der Mann einer Frau stirbt. Diese Geste wird neu kontextualisiert und drückt die Trauer über die ermordeten Frauen und Mädchen aus.

Martina Gasser thematisiert mit ihrer Installation – ausgehend von der iranischen Protestbewegung und der Geste des Haar-Abschneidens – das Politische des (weiblichen) Haars.

Archiv-Screenshot:

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