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Robert Prosser und Juliane Werner
LESUNGEN UND DISKUSSIONEN
UNTERMARKERSDORF: SONNTAG, 7. November 2021
UM 15 UHR
Robert Prosser schlägt die Brücke von der Rezitation zum Roman und bietet Einblicke in die Recherchen, die seinen Büchern PHANTOME (Ullstein 2017) und GEMMA HABIBI (Ullstein 2019) zu Grunde liegen, und etwa nach Bosnien oder in die heimische Kampfsportszene geführt haben. Die frei vorgetragene, rhythmisierte Erzählung wird an diesem Nachmittag im Mittelpunkt stehen und sich besonders auf GEMMA HABIBI konzentrieren. Der Roman, den Kritiker als „große Erzählkunst“ ….. „mit langem Nachhall“, die „tanzt wie ein Schmetterling und sticht wie eine Biene“ bezeichneten, fängt einige Tage im Leben von Lorenz ein, einem jungen Mann, der für die Staatsmeisterschaft im Boxen trainiert. Der Boxclub wird dabei zu einem Abbild für die Herausforderungen, mit denen sich die Gesellschaft im Herbst 2015, am Höhepunkt der sogenannten “Flüchtlingskrise”, konfrontiert sah. Ähnlich einem Kampf entsteht die Rezitation aus dem Moment, sie ist fluide, rasant und energiegeladen. Eine intensive Aufführung über Freundschaft, Engagement und Obsession - und über die Ausnahmeerfahrung, die nur im Ring möglich wird. (Robert Prosser, 2021)
Die Studie Existentialismus in Österreich. Kultureller Transfer und literarische Resonanz porträtiert, wie das Denken, Schreiben und Leben des Pariser Kreises um Jean-Paul Sartre nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich aufgenommen wurde. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Maßnahmen alliierter Kulturpolitik wird die Berichterstattung zum Existentialismus in Zeitungen und Zeitschriften beleuchtet, die Präsenz existentialistischer Bühnenwerke an österreichischen Theatern und der Umgang mit der Sartreschen Freiheitsphilosophie an den Universitäten. Den Menschen in die volle Verantwortung für seine eigene Existenz setzend und ihn zum steten Neuentwurf seiner selbst aufrufend, findet der Existentialismus großen Anklang als Lebensstil unter Jugendlichen und in Künstlerkreisen, stößt jedoch auf starke Ablehnung von kommunistischer Seite, die die existentialistische Lehre als zu abstrakt und idealistisch empfindet, ebenso von katholischer Seite, die dem jede festgelegte Essenz negierenden Menschenbild Nihilismus vorwirft. Vor dem Hintergrund dieser komplexen Aufnahmesituation überblickt die Studie schließlich, wie existentialistische Themen, Motive und Theoreme in Werke mehrerer Schriftstellergenerationen einfließen und den Existentialismus auf diese Weise zu einem bis in die Gegenwart reichenden Impuls für das literarische und philosophische Leben Österreichs werden lassen. (Juliane Werner, 2021)
Auf Ihr Kommen bei Wein und Brot freuen sich: Dr. Ursula Krinzinger, Robert Prosser, Juliane Werner, Mag. Matthias Bechtle und Stefanie Stuböck.
Wir ersuchen Sie höflichst die aktuellen Covid-Schutz-Verordnungen zu beachten.
Bitte denken Sie an warme Kleidung, da wir uns zum Teil auch im Freien aufhalten werden.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter: krinzingerlesehaus@galerie-krinzinger.at
Anmeldung möglich bis 6. November 15 Uhr.
Ein Shuttlebus zum Unkostenbeitrag von nur 5,- Euro bringt Sie direkt von Wien zum Krinzinger Lesehaus.
Abfahrt 14 Uhr Kursalon Hübner Rückseite / Johannesgasse 33, 1010 Wien Rückfahrt gegen 20 Uhr.
Adresse:
Krinzinger Lesehaus, Kellergasse gegenüber Weinbaumuseum
(Hinweis-Schild in der Ortsmitte), 2061 Untermarkersdorf bei Hadres
