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Performance
Fr 18./Sa 19. Jun
19.30 Uhr TQW Studios
15/10 Euro
In koreanischer Sprache mit englischen Übertiteln
In Lolling and Rolling beleuchtet Jaha Koo das gesellschaftliche Phänomen der Zungenbandoperation, bei der das untere Zungenbändchen durchtrennt wird. Diese Behandlung ist in Südkorea weit verbreitet, da der Eingriff die Aussprache des englischen Zungenspitzen-R’s ermöglicht. Damit thematisiert Jaha Koo den sprachlichen Imperialismus in seinem Heimatland.
Da sich der Theatermacher nicht nur auf den sprachlichen Aspekt konzentrieren möchte – schließlich ist dies nur die Spitze des Eisberges – hat er in den letzten Monaten das Stück neu überarbeitet: In der Version von 2021 wird der kulturelle Prozess „Subalterne“, also bestimmte Minderheiten, zum Schweigen zu bringen, in den Fokus gerückt. Denn die Verleugnung bzw. Entwertung einer Sprache bedeutet auch den Verlust einer Identität. Marginalisierte Gruppen werden nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell kolonisiert.
