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EIN PROJEKT VON IRIS ANDRASCHEK
Die vielteilige Arbeit „Ich bin hier“ der Künstlerin Iris Andraschek begibt sich auf die Spuren der Schicksale von jüdischen Frauen in Krems. Frauen, die vertrieben und ermordet wurden, deren Biografien weitgehend unbekannt sind und die gezwungen waren, ihren Wohn- oder Arbeitsort unter dem Druck des Naziterrors zu verlassen.
Auf Gehsteigen und Plätzen im Stadtraum von Krems werden mittels Schablonen und Leimfarbe Teppiche angebracht. Diese dienen dabei als Träger biografischer Informationen, von Namen und Tätigkeiten der Frauen. Teppiche werden kulturgeschichtlich immer mit der Codierung von Informationen verknüpft, sie sind aber auch Sinnbild von Kunstfertigkeit, Träger von sehr persönlichen Geschichten und Symbol von Privatem. Sie entheben diese Frauen der Anonymität, benennen sie, stellen die Verbindung zur Geschichte her und geben ihnen zumindest für einen Zeitraum ihren Ort zurück.
Die Historikerin Edith Blaschitz und der Historiker Robert Streibel haben bisher die Lebensdaten und Wohnorte von einhundertfünf Kremser Jüdinnen recherchiert, diese Ergebnisse bilden die Basis des Projektes „Ich bin hier“.
Der Titel der Ausstellung im museumkrems „Wo sind sie geblieben? Die Frauen von Krems“ verbindet sich hier eindrücklich mit einem sehr dunklen Kapitel Frauengeschichte von Krems. Während der Dauer der Ausstellung „Wo sind sie geblieben? Die Frauen von Krems“ werden laufend Teppiche im Kremser Stadtraum ergänzt, bis für jede jüdische Frau, die bis dahin recherchiert wurde, ein Teppich angebracht ist.
Zwei der verwendeten Teppichschablonen werden in den Ausstellungen „Wo sind sie geblieben? Die Frauen von Krems“ im museumkrems sowie in „Spuren und Masken der Flucht“ in der Landesgalerie Niederösterreich zu sehen sein und verknüpfen die beiden Ausstellungen mit dem Kunstprojekt im öffentlichen Raum.
Ein Projekt von Iris Andraschek veranstaltet von kremskultur in Kooperation mit dem museumkrems, der Landesgalerie Niederösterreich und der Kunstmeile Krems.
