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Wir freuen uns, Sie ab 9. Dezember wieder in unserer Galerie begrüßen zu können und haben für Sie Mi - Sa 12 - 18 Uhr geöffnet.
The Effects of Crossings & Self-Aggrandization in the Human Kingdom
kuratiert von Scrum (Séamus Kealy & Tilo Schulz)
Die Ausstellung präsentiert Werke von 15 internationalen Künstlern, die durch ihre Arbeit und Technik, oft in verschiedenen Medien, die Vielschichtigkeit von politischer und kultureller Identität, erforschen.
Statt weitere allgemein lesbare oder singuläre Erzählungen über komplexe persönliche, sozioökonomische oder geopolitische Inhalte zu produzieren, versucht jeder der Künstler mehrere Perspektiven miteinander zu vereinen. Während sich manche der ausgestellten Kunstwerke eher direkt mit politischen Fragen oder Rätsel beschäftigen, agieren andere Arbeiten auf einer unmittelbar formalen oder persönlichen Ebene…
Der Titel der Ausstellung ist eine Anspielung auf Darwins 1876 erschienene Publikation „The Effects of Cross and Self-Fertilization in the Vegetable Kingdom.“. In diesem Text fasste Darwin die Geschichte des Pflanzenreichs zusammen und erforschte zeitgleich die Anforderungen und Vorteile der gegenseitigen Befruchtung von Pflanzen. Diese Ausstellung bezieht sich dezent auf das wissenschaftliche Modell, welches Darwin zu empfehlen versuchte – in diesem Fall die Menschen von heute, die zum Forschungsinhalt werden und mittels der ausgestellten Kunstwerke gedeutet werden.
Die Themen der Hybridität und gegenseitigen Befruchtung – in all ihren möglichen Ausformungen – sind die Verbindung zwischen den Kunstwerken. Was sich als Ausstellung formiert, ist die Zusammenführung von verschiedenen konzeptuellen und assoziativen Ansätzen. Diese umfassen zum Beispiel Arbeiten, die Themen wie Identität, Sexualität, oder Repression beschreiben, wie bei Paloma Varga Weisz, Jesse Darling und Mehranah Atashi; jene, die entweder aus politischen Spaltungen, der Auseinandersetzung mit Krieg, der Geschichte von Konflikten und Kolonialismus entstehen oder auf diese verweisen, wie die Arbeiten von Ella Littwitz, Locky Morris, Kent Monkman und Francisco Vidal; jene, die sich mit Themen wie Rasse, Geschichte der Diskriminierung, Trennung und Uneinigkeit, sowie mit der sozioökonomischen Peripherie beschäftigen, wie z.B. Duncan Campbell, Naufus Ramírez-Figueroa und Mohamed Bourouissa; und zuletzt jene Ansätze, die verinnerlichte, psychologische, psychoanalytische, obsessive oder expressive Themen aufgreifen, so z.B. die Werke von Megan Rooney, Kristan Horton, Gabriel Abrantes, Lőrinc Borsós und Niamh O’Malley.
Die Arbeiten der meisten Künstler können mehr als nur einer Kategorie zugeordnet werden und sind flexible in der Interpretation, Aussagekraft und Inhalt. Die Ausstellung wurde von Séamus Kealy, der die teilnehmenden Künstler einlud und deren Kunstwerke auswählte, konzipiert.
Tilo Schulz entwirft vor dem Hintergrund ästhetischer und konzeptueller Überlegungen ein Ausstellungsdesign, das über Verdichtung und Entzerrung ein sich selbst stabilisierendes Geflecht an Kunstwerken und Betrachtungsweisen schafft.
