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Joannis Avramidis: Another Look

Bildende Kunst Zeitgenössische Kunst Kunstausstellung
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1 Termin
Donnerstag 25. Juni 2020
25. Juni 2020
Do
12:00
Joannis Avramidis: Another Look

Wir möchten Sie sehr herzlich zur Eröffnung einer umfassenden Einzelausstellung des österreichischen Bildhauers Joannis Avramidis einladen, in der zahlreiche bisher noch nie gezeigte Arbeiten zu sehen sind.

Unter dem Titel „Another Look“ unternehmen wir in unserer Wiener Galerie den Versuch, einen neuen Blick auf das Werk von Joannis Avramidis zu werfen, der vor allem für seine archaisch-figurativen Skulpturen bekannt ist. Anhand von Zeichnungen, Gemälden, Objekten und Schablonen spürt die Ausstellung seiner einzigartigen, konstruktivistischen Methode nach, die er Zeit seines Lebens mit besonderer Konsequenz verfolgte.

Joannis Avramidis gehört neben Fritz Wotruba, Alfred Hrdlicka und Bruno Gironcoli zu den wichtigsten österreichischen Bildhauern der Nachkriegszeit. Er schuf ein einzigartiges Werk, das auf besondere Art und Weise in der Kunstgeschichte verankert ist und stets die menschliche Gestalt in den Mittelpunkt stellt. Zentrale Motive wie der Kopf, der ruhende Körper und die schreitende Figur haben sowohl Avramidis‘ skulpturales Werk als auch unseren Blick auf ihn geprägt. Um seiner Kunst auf den Grund zu gehen, reicht eine bloße Betrachtung seiner klassischen Werke aber nicht aus. Stattdessen sollen in der Ausstellung Zeichnungen, Objekte und Schablonen zu einem tieferen Verständnis seiner Kunstproduktion beitragen und die Sicht auf sein gesamtes Werk richten.

Abstrahierte, reduzierte und nummerierten Papierarbeiten geben einen Einblick in sein Denken. Sie nehmen die Ideen der Skulpturen vorweg und bestechen durch ihre eigenständige, minimalistische Ästhetik. Sorgfältig ausgeführte, geometrische Formen geben Zeugnis von Avramidis‘ akkurater und behutsamer Vorgangsweise. Von einzigartiger Qualität sind insbesondere die malerischen Farbbestimmungen, die am Anfang seines Schaffens stehen. Die reduzierten, geometrischen Markierungen auf Millimeterpapier erinnern an die minimalistischen Arbeiten von Ellsworth Kelly oder Sol LeWitt, die fast zeitgleich in den USA entstanden sind.

An der Schnittstelle zwischen Zeichnung und Skulptur stehen die Aluminium-Schablonen, die im Rahmen der Ausstellung zum ersten Mal in umfassender Form gezeigt werden. Sie tauchen bereits relativ früh in Avramidis‘ Schaffen auf, dienen aber vor allem im Spätwerk der Erprobung und Umsetzung seiner konstruktivistischen Überlegungen.

Joannis Avramidis wurde 1922 als Sohn pontischer Griechen in Batumi (UdSSR) geboren. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er später als Professor selbst Generationen von Künstler*innen prägen sollte. Er vertrat Österreich 1962 auf der Biennale von Venedig, nahm an der documenta 3 (1964) sowie der documenta 6 (1977) teil und wurde 1973 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis für Kunst sowie 2013 mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.

Archiv-Screenshot:

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