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Das Wachtelkönig Paradox (The Corncrake Paradox) – ein Film von Georg Oberlechner
AT 2020, 51 min, OV mit Englischen Untertiteln
25.03. 14:00 Uhr - 26.03.-14:00 Uhr*
Jedes Jahr am 26. Oktober feiert Österreich den Nationalfeiertag mit einer militärischen Leistungsschau auf dem Wiener Heldenplatz. Der Film Das Wachtelkönig Paradox von
Georg Oberlechner
begleitet die physische und semiotische Produktion eines Narrativs, das in Form einer Massenveranstaltung grundlegend zu einem hegemonialen Selbstverständnis von staatlicher Souveränität, Macht und Männlichkeit beiträgt. Tausende Bilder der Leistungsschau werden jedes Jahr durch das staatliche und private Fernsehen, durch das Publikum und durch das Militär selbst hergestellt und verbreitet. Der Film stellt den Versuch an die Produktion dieser Bilder zu beobachten und sie um ein weiteres Narrativ zu ergänzen. Eines, das sich einer autoritären Deutungshoheit verweigert und nach einer Form sucht, in der die als manifest präsentierten Werte von Korpsgeist, Nationalität und soldatischer Männlichkeit als produziertes Gerüst wahrnehmbar und als solches zerlegbar werden.
Da das ursprünglich geplante Künstlergespräch nach dem Screening aufgrund der COVID-19-Situation abgesagt wurde, wird Georg Oberlechner eure Fragen und Kommentare per E-Mail entgegennehmen.Bitte sendet eure Fragen und Anmerkungen an: assistant@kunstraum-innsbruck.at. Alles wird an den Künstler weitergeleitet, der persönlich antworten wird.
Georg Oberlechner
beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit mit der Zerbrechlichkeit hegemonialer Erzählungen und Strategien der Selbstrepräsentation autoritärer Gesellschaften. Studium der bildenden Kunst in Wien und Buenos Aires. Ausstellungen und Screenings, u. a. Klärschlamm, Kunsthalle Exnergasse, Wien (2020); Face Value, Transmediale Berlin (2018); Invisible Bodies. (Artistic) Form vs. Political Practice,Centrum Arzenal,Zilina (2017); Kapitalismus ist für immer, Vorwerkstift, Hamburg (2017); Ghosts of the Civil Dead, Tranzit.sk Bratislava (2016); Universal Hospitality, Wiener Festwochen (2016); lebt und arbeitet in Wien
Die Online-Vorführung wird im Rahmen der von Ezgi Erol kuratierten Ausstellung Krieg kuratieren organisiert. In Zusammenarbeit mit Ivana Marjanović und dem Kunstraum Innsbruck.
Der Kunstraum Innsbruck ist zur Zeit für BesucherInnen geschlossen.
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Der Film ist nur während der oben genannten Daten und Zeiten online zu sehen.
