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Silke Albrecht, Volo Bevza, Kamilla Bischof, Olga Jakob,
Markus Saile, Erik Swars
Wir freuen uns sehr, Sie zur Eröffnung der Gruppenausstellung „Netz Werke” in unserer Wiener Galerie einladen zu dürfen, mit der wir am 16. Januar 2020 in das neue Jahrzehnt starten.
Gezeigt werden Arbeiten von Silke Albrecht, Volo Bevza, Kamilla Bischof, Olga Jakob, Markus Saile und Erik Swars, die auf die künftige Funktion der Malerei in einem post-digitalen Zeitalter verweisen und insofern zu ihrer Neubestimmung beitragen sollen.
Kein künstlerisches Medium hat wohl so viele positive wie negative Zuschreibungen erlebt wie die Malerei. Sie ist – zusammen mit Skulptur – die älteste Kunstform überhaupt und gerade deshalb sieht sie sich mit dem Aufkommen neuer, vor allem digitaler Ausdrucksmittel einem stetig wachsenden Legitimationsdruck ausgesetzt. Welche Rolle kann das klassische Tafelbild in einer Zeit, in der Algorithmen Bilder malen, noch spielen? Kann ein Medium, das auf eine so lange Geschichte zurückblickt, immer noch brandaktuell sein und auf die Problemstellungen der Gegenwart reagieren? Die hier ausgestellten Werke zeigen, dass diese Frage mit einem emphatischen „Ja“ beantwortet werden kann.
Die versammelten Künstler*innen suchen die Grenzen der Gattung aktiv zu überschreiten. Sie hinterfragen die angebliche Abgeschlossenheit der Leinwand und zeigen, dass die Schwelle zwischen digitalen und malerischen Prozessen nur scheinbar existiert. Die Verschränkung der beiden Pole führt zu ganz neuen Gestaltungsprinzipien, und der Einsatz ungewöhnlicher Materialen wie Stahl, Textilien oder Plexiglas ermöglicht die Überwindung des zweidimensionalen Bildfeldes.
Andererseits beziehen sich die Künstler*innen aber auch zurück auf die spezifischen Qualitäten des Mediums selbst. Sie experimentieren mit den malerischen „Ur-Materialien“ von Farbe und Leinwand und betonen bewusst malerische Gesten. Dadurch zeigen sie das Potential einer Kunst auf, die menschlich ist und mehr kann, als nur zwischen null und eins zu unterscheiden.
