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Katharina Copony – Personale & Kinostart

Film Video Premiere
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1 Termin
Mittwoch 4. Dezember 2019
4. Dez. 2019
Mi
18:30
Katharina Copony – Personale & Kinostart

Können Dokumentarfilme magisch sein? Wenn man das in den vergangenen rund 20 Jahren entstandene, zahlenmäßig schmale, aber intensive Schaffen der 1972 in Graz geborenen Katharina Copony betrachtet, kann man nicht anders, als die Frage zu bejahen. So unterschiedlich die Filme von ihren Sujets her sein mögen, so haben sie doch etwas großes gemeinsames Ganzes: Sie ziehen einen »wie von Zauberhand« in Welten, die man vorher so noch nicht gesehen hat, und auch nicht gehört, denn Ton, Geräusche und Stimmen spielen eine entscheidende Rolle. Katharina Copony macht Filme mit Menschen, nicht über sie.

IN DER KASERNE
(Katharina Copony, A 2019) #Kinostart
5.12., 19:00 In Anwesenheit von Katharina Copony.
6.12.-8.12., 18:00 | 9.12., 21:00 | 10.12., 20:00 | 11.12.-13.12., 18:00 | 14.12., 20:00

Katharina Coponys aktueller Film führt – nach allerlei dokumentarischen Erkundungen anderswo – zurück in ihre eigene Biografie bzw. in die ihrer Familie: Ihre Großmutter betrieb mehr als 20 Jahre lang in der Schlosskaserne in Straß in der Südsteiermark die Soldatenkantine, ihre Mutter, ihre Tanten und Cousinen, aber auch sie selbst wuchsen (zum Teil) dort auf, lebten als Mädchen und Frauen in einer hierarchisch geordneten Männerwelt. Copony spürt mehr als 30 Jahre später der Erinnerung nach, in einem Film, der ganz ohne sprechende Köpfe und ohne Archivmaterial aus- kommt. IN DER KASERNE ist eine einzigartige filmische Reise, die Vergangenheit und Gegenwart verknüpft und das Genre des Dokumentarfilms auf geradezu magische Weise transzendiert.
Trailer: https://bit.ly/32Zc9K0
Eröffnungsveranstaltung: In der Kaserne | Kinostart im METRO Kinokulturhaus

In Kooperation mit ray Filmmagazin.

SPIELER
(Katharina Copony, A 2014)
4.12., 18:30

Sich professionellen Pokerspielern anzunähern, dazu bedarf es schon einer besonderen Einfühlungsgabe. Es ist ein seltsames, fiebriges, von Ritualen bestimmtes Biotop, das den meisten von uns fremd sein dürfte und in dem die Gesetzmäßigkeiten der »Außenwelt« zumindest für die Zeit des Spiels außer Kraft gesetzt zu sein scheinen. Und doch folgt alles und folgen alle einem fast klischeehaften Verhaltensmuster. Katharina Copony beobachtet mit großer Sorgfalt den russischen Studenten Rustem, der in Berlin an seiner Spielerkarriere arbeitet.

OCEANUL MARE
(Katharina Copony, A 2009)
6.12., 20:00 In Anwesenheit von Katharina Copony.

Fremde im fremden Land: Die Filmemacherin porträtiert zwei Männer und eine Frau, die schon in den frühen 1990er-Jahren aus China nach Europa gekommen sind, an dessen (damaligen) Rand, nach Rumänien. Alle drei sind tüchtige Geschäftsleute, in deren Leben Privates kaum vorzukommen scheint. Copony schafft es, den Leuten auf unaufdringliche Weise näherzukommen, sodass die Träume, Wünsche und Ziele durch die geschäftige Oberfläche hindurchschimmern.

DER WACKELATLAS – SAMMELN UND JAGEN MIT H. C. ARTMANN (Katharina Copony/Emily Artmann, A 2001)
KANEGRA (Katharina Copony, A 2004)
4.12., 20:30 #Doppelvorstellung

Ein liebevolles Home Movie mit Heimvorteil steht am Beginn von Katharina Coponys Arbeit. Gemeinsam mit Cousine Emily Artmann befragte sie deren Vater, der Film wurde – H. C. Artmann starb unerwartet im Dezember 2000 – zum einzigartigen Dokument und Vermächtnis. Trotz Anstrengung stellt sich der große Poet den Fragen der beiden jungen Frauen, die Antworten zeugen von Artmanns Witz und seiner sprichwörtlichen Liebe zur Sprache und zum Schreiben. In KANEGRA begleitet die Filmemacherin eine Gruppe psychisch Kranker aus Graz auf ihrer jährlichen Ferienwoche in Kroatien. In Einzelinterviews mit fünf von ihnen nähert sich Copony, feinfühlig und ohne jeden Voyeurismus, deren Befindlichkeit an: Wie erleben Menschen, die zu Hause eher isoliert und in einer »Innenwelt« leben, den gemeinsamen Aufenthalt, das Meer, das Außen?

IL PALAZZO (Katharina Copony, A/D/I 2006)
MOGHEN PARIS – UND SIE ZIEHEN MIT (Katharina Copony, A 2016)
7.12., 20:00 #Doppelvorstellung In Anwesenheit von Katharina Copony.

Katharina Coponys italienische Filme sind auf eigene Weise »ethnografisch«, aber nicht distanziert-beobachtend, sondern »mitten drinnen«. Der »Palazzo« ist ein ironisch benannter, von 8.000 Menschen bevölkerter riesiger Wohnblock namens Corviale an der Peripherie Roms. Vor der einst geplanten sozialen und architektonischen Utopie ist nicht viel übriggeblieben. Ein Film, in dem nicht nur die Menschen, sondern auch die Räume »sprechen«. In MOGHEN PARIS ziehen wir mit in einem archaisch anmutenden Karnevalsumzug in einem sardischen Dorf, der bis heute von Tourismus und Vermarktung verschont geblieben ist. Der Rausch, der die Teilnehmer erfasst, überträgt sich auch auf die Bilder, »aus denen heraus« (Copony) ein poetischer Text von Andreas L. Hofbauer spricht.

WANDA
(Barbara Loden, US 1970)
8.12., 20:00 In Anwesenheit von Katharina Copony.

Wanda durchquert in strahlend weißer Kleidung die düstere Landschaft einer Kohlemine. Offensichtlich gehört sie nicht hierher. Vor 20 Jahren habe ich Barbara Lodens Film zum ersten Mal gesehen. Diese beinahe surreale Einstellung am Anfang hat mich bis heute nicht losgelassen. Die Figur erscheint hier wie in einem Gemälde, verloren und ungebunden. Sie ist bereit zu gehen. Die Antiheldin lässt die Rolle als Ehefrau und Mutter hinter sich und driftet durch ein von Armut geprägtes Pennsylvania. Zufällig gerät sie an einen Bankräuber und wird seine Komplizin. WANDA ist einer der ersten Spielfilme im Stil des Cinéma vérité. Gedreht auf 16mm, mit tragbarer Ausrüstung, an Originalschauplätzen mit Laiendarstellern. Das Team bestand aus nur vier Personen inklusive Loden selbst.

Archiv-Screenshot:

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