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PLATFORM AUSTRIA
Austrian Pavilion / Biennale Architettura 2020
Auftaktveranstaltungen
25. November 2019, Architekturzentrum Wien – Podium, 19–21 Uhr
26. November 2019, Universität für angewandte Kunst Wien – Auditorium, 19–21 Uhr
Digitale Plattformen sind heute zu einem alltäglichen Begleiter geworden. Mit unvergleichlicher Leichtigkeit versprechen sie uns, ein selbstbestimmteres, effizienteres und erlebnisreicheres Leben führen zu können. Ihr globaler Siegeszug bringt aber nicht nur „veraltete“ Infrastrukturen zum Verschwinden, sondern auch die damit verbundenen gesellschaftlichen Ordnungen und Beziehungen.
Gerade in den aktuellen Planungen neuer Stadtquartiere wird diese Werteverschiebung besonders deutlich. Wer bestimmt in Zukunft das Verhältnis von Öffentlich und Privat? Wozu dienen Städte überhaupt? Geht es auch in der Architektur nur mehr um den schnellen Genuss?
Das von Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer, den Kuratoren des österreichischen Beitrags zur 17. Internationalen Architekturausstellung La Biennale di Venezia 2020, entwickelte Projekt PLATFORM AUSTRIA stellt genau diese Fragen. Den Ausgangspunkt bildet dabei die Feststellung, dass die direkte oder indirekte Mitarbeit von möglichst vielen Benutzer*innen eine entscheidende Ressource in der Entwicklung von Plattformen bildet. Einzufordern sei demnach das Recht auf eine breit angelegte Diskussion über unsere Rolle – als Mitmachende oder Ausgeschlossene – in dieser neuen Art von Stadtproduktion. Die beiden Vorträge mit anschließenden Publikumsgesprächen im Architekturzentrum Wien und an der Universität für angewandte Kunst Wien bilden dazu den Auftakt.
25. November 2019, 19–21 Uhr
Architekturzentrum Wien – Podium, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Douglas Spencer: „Die Instanziierung von Möglichkeiten: Architektur, Neoliberalismus und die Archäologie der Plattform“
In seinem Vortrag befasst sich Douglas Spencer mit den gegenwärtigen Transformationen der Stadt hin zu einem Ort der uneingeschränkten Anpassung an ökonomische Ansprüche. In den Avantgarde-Architekturen der 1960er und 70er Jahre sind diese neoliberalen Entwicklungen erstmals artikuliert und durch einen progressiven Diskurs mit Begriffen wie Zugänglichkeit, Mobilität und Servicierung begleitet worden. Ausgehend vom Beispiel des Centre Pompidou, das mit seiner Gestaltung bereits postpolitische Praktiken der „Consumer Participation“ und des „User-Feedback hervorgerufen hat, wird Spencer die Auswirkungen des Plattform-Urbanismus auf die räumliche Gestaltung unserer Städte sichtbar machen.
Douglas Spencer ist außerordentlicher Professor und Leiter der Graduiertenausbildung am Institut für Architektur der Iowa State University sowie Autor der Bücher The Architecture of Neoliberalism (2016) und Critique of Architecture: Selected Essays (in Vorbereitung, 2020). Beiträge von ihm sind in Fachpublikationen wie dem Harvard Design Magazine, Radical Philosophy, e-flux, Log, New Geographies, The Avery Review, Architecture and Culture und Volume sowie in Textsammlungen wie This Thing Called Theory (2016), Architecture and Feminisms (2017), Landscape and Agency (2017) und Architecture and Affect after Deleuze (in Vorbereitung, 2020) erschienen.
Begrüßung
Karoline Mayer, Az W
Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer, Centre for Global Architecture
Vortrag und Gespräch
Douglas Spencer, Iowa State University
Bernadette Krejs, TU Wien
Anschließender Ausklang im Podium mit Wein vom Bioweingut Lenikus.
Veranstaltung in englischer Sprache, Eintritt frei.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter: invitation@platform-austria.org
