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Michaela Schwentner
The future of human containment, A 2001, 4 Min., ohne Dialog
la petite illusion, A 2006, 4 Min., ohne Dialog
speech, A 2009, 8 Min., ohne Dialog
Un divertissement d’amour, A 2012, 11 Min., OmeU
Penelope / in the scenery / reflecting / relations, A 2013–15, 19 Min., OmeU
A Contest, A 2013–16, 12 Min., OmeU
Zusatzfilme: Self-capital. Episode 1, Melanie Gilligan, UK/CA 2009, 8 Min., OF
J’ai faim, j’ai froid, Chantal Akerman, F 1984, 12 Min., OmeU
Im Anschluss Werkstattgespräch mit Michaela Schwentner.
Michaela Schwentners Interesse an der Übersetzung musikalischer Strukturen steht am Beginn ihrer Beschäftigung mit Video. Sie schafft visuelle, teilweise abstrakte Kompositionen, in denen sie auf Rhythmus, Formen, Farben und deren Auswirkungen auf die Wahrnehmung fokussiert. Erweitert wird Schwentners künstlerische Praxis durch ihr Interesse an Geschichte und Mechanismen des narrativen Films, insbesondere für die Frauenfiguren der französischen Nouvelle Vague und des italienischen Kinos derselben Zeit. Gesten, Rollenklischees, sprachliche Strukturen sowie Konventionen des Kinos und des Spielfilms werden von der Künstlerin als Modelle verstanden und als solche zueinander in Beziehung gesetzt. In ihren Videos kommt es so zu Überlagerungen, Doppelungen und Leerläufen. Auch Fragen der Bildhaftigkeit und der Subjektivierung werden aufgeworfen. Zusätzlich zu den eigenen Arbeiten zeigt Michaela Schwentner zwei kurze Filme von Chantal Akerman und Melanie Gilligan. Während Akerman zwei Ausreißerinnen zwischen Komödie und dokumentarischer Alltagsbeobachtung inszeniert, legt sich bei Gilligan der (weibliche) Kapitalismus auf die Therapiecouch. Psychopathologische Symptome sind Ausdruck eines Systems, das scheinbar kurz vor dem Zusammenbruch steht. Diese Ausgabe der Blickle Archive Series ist auch Teil der Reihe Transform She Said, die vom 13. September bis 23. Oktober 2019 im Blickle Kino zu sehen ist.
