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Im Rahmen der Ausstellungsreihe private viewing lädt Toni Kleinlercher in sein Atelier – Gäste und ausstellende KünstlerInnen treten in kommunikativen Austausch mit Arbeiten aus Kleinlerchers Werkarchiv. Ausstellung 05 widmet sich rhythmisch geprägten Narrativen in Zeit, der Untersuchung von Objektivierung und dem Versuch, als Individuum de-individualisierte Ausdrucksformen zu praktizieren.
takes aus julianischen tagen
Unter Betrachtung von Arno Schmidts Ausführungen zum Julianischen Kalender und der verbreiteten Neigung, sich auf persönlich bedeutsame Personen oder Begebenheiten unter Verknüpfung mit einer Zeitmessung zu beziehen, entstanden tägliche Text- und Bildmanifestationen, die sich bewusst jeglicher Zuordnung zu entziehen versuchten. Nun konzeptionell und formal On Kawaras date paintings folgend, erproben Kleinlerchers Installation und Experimentalfilm Fragen zu Auflösung über Gleichheit in Leere.
never forget how fragile people are
ist ein künstlerisches Forschungsprojekt aus dem Segment der Ethno-/ Autofiction; ein calendarium, das auf Grundlage von Methoden aus Big Data und Social Profiling etymische Untersuchungen vornimmt, um so zeitgenössisches Narrativ in experimenteller Weise zu erproben. Reill erklärt sich für einen definierten Zeitraum zum Sample für biografische Entwicklung, die fallgleich genauso von einer anderen Person durchlebt werden könnte.
You can store water in the cloud!
(2019)
Moosgaards Text und Keynote setzen sich mit künstlerischen Bezugssystemen und ihren Überlagerungen in den Arbeiten von Alexandra Reill und Toni Kleinlercher auseinander. Persönliche Mythologien treffen auf gesellschaftliche Lebensrealitäten, anhand derer potenzielle Rhythmen zeitgenössischer, digital konditionierter Welten sichtbar werden. Die Frage an die ausgestellten Arbeiten ist: Verschwinden die Rituale oder werden sie erneut durch technische Verfahren er- und übersetzt?
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Toni Kleinlercher, bildender Künstler und Schriftsteller, untersucht in seinen thematisch-formalen Ansätzen Codierungen / Überschreibungen / Verdichtungen und nimmt ethnografische Annäherungen als Anlass für letztlich meditative Werkserien, die sich mit Leere in Zeit beschäftigen.
Alexandra Reill versteht sich als Konzeptkünstlerin und experimentelle Filmemacherin. Thematisch befassen sich ihre Installationen und Inszenierungen oftmals mit Rückwirkungen von Technologien auf Identitätsbildung, im Kontext sozialer Realitäten und unter Betrachtung des politischen Souveräns.
Peter Moosgaard ist Medienkünstler und Autor. In seiner Kunst beschäftigt er sich mit Appropriation, Ethnografie von Globalisierung und Konsumkulturen. Cargo-Kulte, Shanzai und darin enthaltene Verschlussformen bilden Ausgangspunkte zur Untersuchung globaler, post-digitaler Strategien.
