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Unsichtbare Gegner, VALIE EXPORT, A 1979, 110 Min., OmeU
Konzept, Regie: VALIE EXPORT, Drehbuch: Peter Weibel, Kamera: Wolfgang Simon, Schnitt: Herbert Baumgartner, Juno Sylva Englander, VALIE EXPORT. Mit: Helke Sander, Eduard Neversal, Herbert Schmid, Dominik Dusek, Monika Helfer-Friedrich, Josef Plavec, Susanne Widl, Peter Weibel. Produktion: VALIE EXPORT.
Unsichtbare Gegner wird als Sci-Fi-Verschwörungsthriller eingeführt, bewegt sich aber bald mehr entlang jener Recherchen, die von der Protagonistin in ihrem Lebensumfeld angestellt werden. Die Stadt, in der sie wohnt, rückt damit zwangsläufig in den Fokus des Films. Der Stadtraum ist bei EXPORT von Hierarchien und Konflikten (zwischen den Geschlechtern und zwischen den Generationen), von jüngerer Geschichte und deren Verdrängung geprägt. Ganz explizit geht es dabei auch um die Baugeschichte der Stadt – unter anderem wird das Wittgenstein-Haus im dritten Bezirk und dessen beinahe vollzogener Abriss angesprochen. (Isabella Reicher)
Manieristische Gebärden und Gesten einer abweichenden und abbröckelnden Identität, wenn ein Mensch den Zwangsstrukturen und beschädigenden Formen der Kommunikation entkommen will. Weibliche Körpersprache, die beim Erkennen der Botschaft das Rollenverhalten verweigert: Bleiplattig zwingt die Angst, mit der Haut an Telefon-Glaswänden abzurutschen. (VALIE EXPORT)
Vorfilm: Semiotics of the Kitchen, Martha Rosler, US 1975, 6 Min., OF
Mit statischer Kamera wird eine junge Frau, die Künstlerin selbst, in der Küche gezeigt. Sie präsentiert Kochutensilien alphabetisch geordnet, wiederholt wie in einem Lehrvideo deren Namen und erklärt sie mit ihren Gesten. Diese werden zunehmend aggressiver und manischer, bis sich am Ende Frust und strukturelle Unterdrückung entladen haben. Rosler zuckt müde mit den Achseln …
