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encounter #01 Event
JULIE HAYWARD + ANNA PAUL
Die neue Ausstellungsreihe >encounter #01< lädt jeweils zwei KünstlerInnen zu einem ?Zusammentreffen?, um so zwei unterschiedliche, genderübergreifende, künstlerische Herangehensweisen dialogisch gegenüberzustellen.
… Die neueste Arbeit ?Again and again? (2017) von Julie Hayward schließt mit ihrer Ästhetik der Verdoppelung und der von runden, weichen Formen beherrschten Kontur an frühere Werke an, andererseits scheint Julie Hayward hier eine Kunst der Reduktion und eine Verdichtung ihrer formalen Anliegen anzustreben: Die ?Füße? des zoomorph wirkenden Werkes sind mit einem schwarzen Lack überzogen, der an Gummi denken lässt: Eine schwere und zähe Materie, die sowohl eine solide Verankerung andeuten könnte wie auch ein Festgefrorensein in einem einengenden Existenzmodus … 1
Anna Paul´s Arbeit lässt sich im Feld des material turn* verorten. In der Beschäftigung mit Fragestellungen wie der ?Aussagekraft von Artefakten über eine Gesellschaft und ihre Geschichte?, steht ihre Arbeitsweise für einen analytischen Blick auf kollektive-, gesellschaftliche- wie individuelle Zugänge zu Materie und Objekt.
*?Das Interesse der Geistes- und Kulturwissenschaften am Material und an Materialität ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, und zwar so sehr, dass bereits von einem material turn gesprochen wurde. Aus dem ursprünglichen Bestreben, die in Anthropologie, Geschichtswissenschaften und Kunstgeschichte lange geringgeachtete Materialität der Dinge neu in den Fokus zu rücken, haben sich vielfältige Zugänge entwickelt.? 2
1 Thomas Miessgang. Textausschnitt: Julie Hayward ?Again and Again?, 2017
2 Martin Schubert: ?Materialität in der Editionswissenschaft?, De Gruyter, 2010