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Jenny Watson ?Other Lives? und ?Am Rande des Etwas?von K.U.SCH. Renate Krätschmer und Sito Schwarzenberger
Mit der Ausstellung von Werken der australischen Biennale-Teilnehmerin Jenny Watson und der heimischen Künstlergruppe K.U.SCH. präsentiert die Galerie Straihammer und Seidenschwann ab 7. Juni 2017 zwei künstlerische Positionen zu Text und (Schrift)zeichen.
Eröffnung: Hartwig KnackRenate Krätschmer und Sito Schwarzenberger von K.U.SCH. werden anwesend sein
In ihrer nächsten Schau zeigt die Galerie Straihammer und Seidenschwann im charmanten ?Kipferlhaus? in der Wiener Innenstadt mit Arbeiten von K.U.SCH. Renate Krätschmer und Sito Schwarzenberger und der Australierin Jenny Watson zwei künstlerische Positionen, die sich mit dem Verhältnis von Kunst zu Text und (Schrift-) Zeichen auseinandersetzen.
Jenny Watson
Inspiriert durch frühe Arbeiten des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Joseph Kosuth beschäftigte sich die 1951 in Melbourne geborene Jenny Watson seit Anfang der 1970er Jahre mit den Problemen der sinnlichen Wahrnehmung – der Realität, der Identität und der Definition des Gegenstandes. Spätestens seit 1993, als sie ihr Land auf der Biennale in Venedig repräsentierte, gehört Watson zu den international bekanntesten Künstlerinnen des australischen Kontinents. Das besondere an ihren Arbeiten ist die Kombination von Malerei, Text und Objekt, sowie das Zusammenspiel von Humor, Ironie und schlichtem aber einprägsamem Sujet. Mit einfachsten Bestandteilen – ungrundierte Stoffe als Trägermaterial, malerisch rudimentär belassene Figuren und handgeschriebene kurze Texte – kreiert Watson in ihren figurativen Bildern komplexe Geschichten, die einerseits einen feministischen und sozialkritischen Anspruch erheben, andererseits immer auch tagebuchähnlich persönliche Einblicke zulassen und als selbstreferenziell interpretierbar sind.
Die gezeigten Arbeiten sind Bilder und Texttafeln, wobei die Verbindung von Text und Bild nur optisch zur Deckung zu kommen scheint. Weder illustrieren die Bilder die Texte, noch erklären diese die Bilder. Text und Bild weichen bei Watson so weit wie möglich voneinander ab. Watson ist einerseits mit Werken der Konzeptkunst vertraut und will andererseits banale und persönliche Alltagsaspekte in ihre Kunst integrieren.
K.U.SCH. Renate Krätschmer und Sito Schwarzenberger
Der Mensch, eingebunden in die Natur und seine kulturelle Identität, gefangen in gesellschaftlichen Normen und Zwängen, sie kritisierend oder radikal aus ihnen ausbrechend, ist seit jeher das bestimmende Thema im Schaffen der 1972 von Renate Krätschmer und Jörg Schwarzenberger (1943-2013) gegründeten Künstlergruppe K.U.SCH., der 2006 ihr Sohn Sito beigetreten ist.
In einer Bodenarbeit, die sich zum Teil die Wand es Ausstellungsraums erobert, arrangiert Sito Schwarzenberger für diese Schau unterschiedlichste Zeichen, Symbole, Textfragmente und Fundstücke inhaltlich zu einem übergeordneten Ganzen. Ambivalentes, Assoziatives und Gegensätzliches gehören für K.U.SCH. grundsätzlich zueinander. Dinge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben bedingen einander doch in letzter Konsequenz. Hier schwingt der Gedanke des Gesamtkunstwerks mit, den K.U.SCH. seit jeher verfolgen: Die Verknüpfung von Kunst und Leben als Einheit.
Rhythmus, Dynamik und Bewegung sind konstitutive Merkmale der Zeichnungen und Objekte Renate Krätschmers. Ihre Selbstporträts, mit dem Bleistift einmal chaotisch verdichtet, einmal zeichenhaft reduziert ausgeführt, gewähren vertrauliche Einblicke. Andere Blätter zeigen mit Farbstiften oder mit dem Pinsel kalligrafisch erfasste und rhythmisch bewegte Figurenkürzel, die die Künstlerin 2013 in einem Modell dreidimensional umgesetzt hat. Diese ?Rhythmischen Gestikulationskürzel? zeigen abstrahierte Bewegungen von Tänzern, die in einer würfelförmigen Anordnung kulissenhaft wie auf einer Theaterbühne gestaffelt hintereinander präsentiert sind. Beim Durchblicken der unterschiedlichen Ebenen ergeben sich je nach Perspektivwechsel mal räumliche Verdichtungen und mal offene Strukturen.
