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11. bis 30. November 2016
Als Hommage an einen Hauptgestalter des modernen Films zeigt das Filmmuseum nun seinen zentralen Werkkorpus, den schlagenden Beleg dafür, dass Kiarostami “das höchste künstlerische Niveau des Kinos repräsentierte” (Martin Scorsese). Die Schau wird am 11. November von Michael Haneke eröffnet.
20.15
Nema-ye nazdik / Close-Up
1990, Abbas Kiarostami
Michael Haneke im Gespräch (11.11.)
Nema-ye nazdik / Close-Up (1990)
Regie, Drehbuch, Schnitt: Abbas Kiarostami; Kamera: Ali Reza Zarrindast; Musik: Kambiz Roushanavan; Darsteller: Hossain Sabzian, Mohsen Makhmalbaf, Hossain Farazmand, Abbas Kiarostami. 35mm, Farbe, 98 min
Abbas Kiarostamis überragender Film wurde zu einem Zeitpunkt gedreht, als man im Westen seinen Namen langsam zu memorieren begann: Close-Up ist das bislang letzte Wort auf dem Gebiet der Spiegelung von Film im Film – und eine zutiefst berührende, tragikomische Studie über kreative Auswege aus der Einsamkeit. Der Film erzählt die unglaubliche wahre Geschichte eines mittellosen iranischen Filmnarren, der sich bei einer gutsituierten Teheraner Familie unter dem Vorwand einquartiert, er sei der berühmte Regisseur Mohsen Makhmalbaf und wolle einen Film über sie machen. Kiarostami lässt die Beteiligten selbst die Geschichte nachspielen, vom ersten Zufallstreffen bis zum Gerichtsprozess nach Hossain Sabzians Entlarvung. Die Anwesenheit der Kamera, das Wissen ums “Kino” verändern Wert und Wesen von allem, was vorfällt, Close-Up selbst inbegriffen: das Heisenbergsche Unschärfeprinzip des Films. (C.H.)
Zum Auftakt am 11. November: Michael Haneke im Gespräch über Abbas Kiarostami
