We can't find the internet
Attempting to reconnect
Verbindung zu esel.at
Der Hochseilakt ist eine aussterbende Gattung der Akrobatik. Zirkuserinnerung sind heutzutage mehr Kindheitserinnerungen, als eine zeitgemäße Form des Entertainment. Und doch ist der Hochseilakt als Synonym eines waghalsigen Vorhabens im Sprachgebrauch aktueller denn je.
Ob es die aktuelle politische Situation in Bezug auf das Verhältnis der EU mit der Türkei und der damit einhergehenden Flüchtlingsproblematik ist oder, ganz banal, der glücklich ausgegangene Sprung ohne Fallschirm aus 7600m Höhe des Skydivers Luke Aikins Ende Juli diesen Jahres: Es ist der Hochseilakt,
der es treffend umschreibt.
Mittlerweile besteht ein starker Kontrast zwischen dem großen Sicherheitsbedürfnis unserer westlichen Gesellschaft und den real existierenden Problemen, die manchmal ungeheuren Wagemut und Zielstrebigkeit erfordern.
Die Arbeiten der ausgestellten Künstler beschäftigen sich mit dieser Art der Gratwanderung. Ein überraschender Balanceakt, todesmutige Performance oder schlicht eine Komposition aus Seilschaften. Es ist ein schmaler Grat auf dem sich die Künstler bewegen: Zu beiden Seiten der Abgrund, ein todesmutiger Balanceakt und vor Augen das hohe Ziel der Unversehrtheit und die Anerkennung des Publikums.
Minda Andrén (SE)
Olivia Coeln (AT)
Barbara Hainz (AT)
Wolfgang Lehrner (AT)
Mladen Miljanovic (BA)
Julian Palacz (AT)
Andrea van der Straeten (DE)
Kay Walkowiak (AT)
OPENING
10. November 2016, 18.00Uhr
Kuratiert und organisiert von
Cornelis van Almsick
Ehemaliges K&K Telegrafenamt
Berggasse 35 | 3.OG | 1090 Wien
11. November - 10. Dezember 2016
(nach Voranmeldung)
