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Die Ausstellung findet im Rahmen des Eyes-on Monat der Fotografie Wien statt.
Öffnungszeiten:
10.-24. November jeweils Di. und Fr. bis So. 15 bis 20 Uhr
Eröffnung:
9. November ab 19 Uhr
Performanceabend:
18. November 15 bis 21 Uhr
Finissage:
24. November ab 19 Uhr
Teilnehmende KünslerInnen:
Mary Gold
Christian Kurz
Bastian Schwind
In diesen Arbeiten artikuliert sich eine Skepsis angesichts einer steigenden Flut an elektronischen Abbildungen der Welt. Hier sind es nicht mehr Abbildungen von Oberflächen, es sind Körper sowie Bewegung, die sich selbst mittels (früheren / rückgebauten) fotografischen Techniken in das Material einschreiben. Eine Übersetzung ohne klassischer fotografischer Apparatur, die jedem optischen Standpunkt abschwört.
Das Prozessuale der Veränderung, die Umrisse eines Körpers (Gold), der Gang (Kurz), der Vorgang des Umziehens (Schwind), sowie der Prozess der Wiedergabe: Cyanotypie , Blaupause bzw. ein zur Kamera umgebauter Scanner, hat weniger von einer retrospektiven Nostalgie, als vielmehr ein kontemplatives Moment, die Manifestation einer Verdichtung.
Mary Golds Shapewear verhält sich, da diese als Kleidungsstück den abgebildeten Körper wiederum verhüllt, als subversive Verdoppelung und Befreiung von gesellschaftlicher Norm.
Bastian Schwinds Changing dekonstruiert die Bewegung des ?sich Umziehens? in eine Linienraster-Chronofotografie die wie auch Christian Kurzs Arbeit Blaupause eines Schrittes, hier jedoch völlig analog, auf Étienne-Jules Marey?s pre-kinematographische Bewegungsstudien der 1880er referenzieren.
Dem Fluss der Bilder, wird die Stasis des Vergänglichen entgegengehalten. Die Körper oszillieren, gleich dem dualistischen Charakteristikum des Lichts, zwischen Wellenbewegung und manifesten Teilchen. Das Körperliche wird so durch seine Spur, seine Absenz, sichtbar gemacht.
Text: Roland Fischer-Briand
