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Sarah Marie Hiebl
Game-Experimente weit abseits des klassischen Spielmarktes wurden vor allem in den letzten Jahren kreiert und konsumiert. Es entstand eine Reihe an Spielen, die offen deklarieren, dass sie autobiografisch sind. Die AutorInnen setzen sich gewollt in den Mittelpunkt ihrer Spiele und behandeln eigene Ängste, Verluste und Defizite. Häufig ist gerade die Akzeptanz der eigenen Schwäche das Ziel, manchmal aber auch einfach der simple Wunsch, die eigenen Gefühle anderen Menschen zu vermitteln.
In dem Vortrag werden Spiele, die ihre EntwicklerInnen als Hauptcharaktere inszenieren und/oder psychische Erkrankungen zum Thema haben, besprochen: ?The Beginner´s Guide?, ?Cibele?, ?That Dragon, Cancer?, ?dys4ia?, ?Passage?, ?Depression Quest?, ?OCDemons? ua.
In solchen Games verarbeiten EntwicklerInnen ihre eigenen Krankheiten oder versuchen über diese aufzuklären. Auch allgemeine Fragen werden diskutiert: Darf man andere Menschen in autobiografischen Spielen ausbeuten, indem man sie – zwangsläufig – in diesen Arbeiten zum Charakter macht? Diese und andere Fragen werden anhand von Beispielen untersucht, aber auch mit eigenen Erfahrungen, die bei der Entwicklung eines persönlichen autobiografischen Spieles entstanden sind, untermauert.
Kurzbiographie
Sarah Marie Hiebl arbeitet als Künstlerin in den Bereichen Film, Fotografie und Spieleentwicklung. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Realität und Wahrnehmung, viele ihrer Werke sind dabei persönliche Erfahrungen. Im Zuge ihrer Bachelorarbeit an der Kunstuniversität Linz untersuchte Sarah Hiebl autobiografische Spiele.
