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23.05.2016 | Josef Dabernig | auto-exkursion
auto-exkursion steht für den Versuch, einen Lehrveranstaltungstyp zu beschreiben. Er beruht auf einem Unbehagen darüber, dass die Lehre im tradierten Betrieb ein unilaterales Bezugsmodell darstellt, dass Diskurse mitunter Gefahr laufen, in Machtkomplexen zu erstarren und dass StudentInnen in der Feldforschung bisweilen als KomplizInnen schulinterner Wettbewerbe zu unverhältnismäßigen Ausgaben genötigt werden.
Vor diesem - zugegeben überspitzt beschriebenen - Hintergrund versuchte ich zwischen 2002 und 2006 im Rahmen eines künstlerischen Wahlfachs des Architekturstudiums an der TU Wien Exkursionen zu veranstalten, die ausnahmslos in Wien stattfanden, die so weit als möglich ohne Inhaltsangebot auszukommen versuchten und in welchen sich die StudentInnen mit ihren Sorgen in einem in-situ-Szenario mehr oder weniger auf sich allein gestellt fanden. So gesehen adressiert das ?auto? eine Form der Autonomie, die sich in meinem Zugang als subjektiver Impetus, als Filter der eigenen Wahrnehmung gegenüber jedem Gegenüber darstellt.
auto-exkursion war insbesondere auch der Titel einer 2001 zusammen mit Inge Manka und Herbert Stattler im selben Rahmen konzipierten Exkursion, die immerhin nach Zell am See führte. Die Untersuchung galt in diesem Fall der Autoreise der StudentInnen im Bezugsgeflecht von Subjekt, Fahrzeug, Natur und Kultur. So konnten im zeitlichen Kontinuum eines Innen-Außen Einzel- und Gruppenerfahrungen im Spiegel ökonomischer, ökologischer, soziokultureller oder ethnographischer Fragen gebrochen werden. Rückblickend erfüllte sich für mich in diesem Projekt die Idee eines gut besetzten Road Movie als kollektives Erfahrungsmodell im institutionellen Rahmen.
Lecture will be in German
Josef Dabernig, 1956 Geboren in Kötschach-Mauthen
1975 – 1981 Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien
Lebt in Wien
This year?s summer lecture series will discuss modes of teaching and learning that have been practised at various schools of architecture, ranging from Black Mountain College and Bauhaus to contemporary teaching programmes.
In this series aimed at students, teachers and anyone interested alike, we will focus on the question of how notions of process and discourse shape the ways in which ?learning architecture? is thought, taught and practised.
