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// Installation von Veronika Burger
// – [?] sie fliegen fast immer. Und wenn sie nicht gleich umfallen, dann als letztes [?] und wenn in Kampfszenen die Lampen ausgehen, ist es im Film noch hell [?]?
In Mainstream-Kinoproduktionen, insbesondere in der James Bond Filmserie, spielen Lampen zuweilen eine dramaturgische Schlüsselrolle. Als Auslöser oder Folge eines Kampfes werden sie zu Fall gebracht und gehen dabei häufig dramatisch zu Bruch.
Ausgangspunkt der Installation ?even if the lights go out, there is still light? sind zwei blaue Lampenschirme, welche die Wiener Lampenschirmmacherin Elisabeth Kemeter für den 1987 erschienenen James-Bond-Film ?The Living Daylights? fertigte. Diese Lampenschirme fielen allerdings aus der endgültigen Schnittfassung des Films heraus, ihre Originalentwürfe existieren nicht mehr. Die beiden – im Film abwesenden – Lampen sind in einem gemeinsamen Arbeitsprozess mit der Lampenschirmmacherin aus deren Gedächtnis rekonstruiert und produziert worden. So rücken die Lampen zu Hauptakteurinnen des Geschehens.
Die installative Inszenierung – Video, Dokumente und Objekte – vermengt historische Ereignisse und Zeugnisse aus dem Leben der Person Elisabeth Kemeter mit fiktiv-spekulativem Material und stellt so die ?Objektivität? dokumentarischer Verfahren infrage. Die auf In- und Exklusion basierenden Mechanismen von Geschichtsschreibung werden sichtbar gemacht und Möglichkeiten einer (feministischen) Neuschreibung als wiederkehrender und performativer Gestaltungsakt verhandelt. Die vormals im Film abwesenden Lampenschirme realisieren sich in der Installation und im Video wieder.
// Ausstellung: Fr. 8.4. von 15 bis 19 Uhr // Mo. 11.4. und Di. 12.4. von 16 bis 18 Uhr
// Talk Veronika Burger und Katharina Brandl: Fr. 8.4. – 19 Uhr
