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Hans Op De Beeck, Vladimír Houdek

Bildende Kunst Eröffnung
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1 Termin
bis Samstag 28. Mai
31. März 2016 -
Sa 28. Mai 2016
19:00
Hans Op De Beeck, Vladimír Houdek

HANS OP DE BEECK
SILENT ROOMS bis einschließlich 28. Mai verlängert

Das künstlerische Werk des Belgiers Hans Op de Beeck ist entschieden multidisziplinär ausgerichtet. Es umfasst große Installationen, Skulpturen, Filme, Videos, Fotoarbeiten, Bilder, Zeichnungen, Texte, Theater und Musik. In seiner bereits vierten Ausstellung in der Galerie Krinzinger vereint Op de Beeck banale und dekorative Gegenstände, Alltagshaltungen und klassische Posen, Natur und Kultur. In all diesen Werken werden Aspekte der Zeitlosigkeit mit zeitgenössischen Requisiten und Details zusammengeführt. Der Künstler versucht hier nicht irgendeine aufsehenerregende Form oder Inhalt zu entdecken, sondern vielmehr tiefe Bedeutung und Poesie zu verleihen.

Vor kurzem hat er auch sein erstes Theaterstück Nach dem Fest für das Schauspiel Frankfurt verfasst und inszeniert. Dabei war er auch für das Bühnenbild, die Kostüme und die Musik verantwortlich ist.
In Silent Rooms, seiner mittlerweile vierten Einzelausstellung in der der Galerie Krinzinger präsentiert der Künstler nun neue Skulpturen.
Der Titel Silent Rooms bezieht sich auf die Atmosphäre intimer Räumlichkeiten. Hier scheint das Leben zu einem Stillstand gekommen zu sein. Alles wirkt leise, unbewegt, als würde es sich um einen sanften Schlafzustand handeln. Die Räume sind in ein zartes, schwaches, diffuses Licht getaucht oder wirken wie mit der stillen Präsenz der Nacht umhüllt.
Op de Beecks lebensgroße Darstellungen von anonymen Figuren präsentieren Kinder und Erwachsene. Sie ruhen in sich oder sind in Gedanken vertieft.
Weiters zeigt uns Op de Beeck auch Stillleben von Alltagsgegenständen, zeitgenössische Vanitasbilder, sowie Landschaftsbilder wie etwa eines dunklen Lilienteichs. Die lebensgroßen Figuren haben alle ihre Augen geschlossen und ihre Körperhaltung ist nach unten gerichtet. Die Stillleben und die Naturelemente wirken erstarrt – beinahe versteinert.
Metaphorisch gesehen lassen sich die Räume auch als stille Plätze in unseren Gedanken beschreiben, Orte in unserer Erinnerung.
Op de Beeck spricht in aller Einfachheit das Unterbewusste und Mystische an, das wir alle in den Momenten erleben, in denen wir keine soziale Rolle mehr erfüllen. Momente in denen wir uns zurückziehen, still in uns einkehren und mit unserem Atem, unseren Gedanken und unserem Kern in Berührung kommen.

VLADIMÍR HOUDEK: RELATION

Es spricht: Dr. Zdenek Felix, Künstlerischer Direktor KAI 10 Arthena Foundation, Düsseldorf
Der Künstler ist bei der Eröffnung anwesend

Mit der Ausstellung ?Relation? zeigt die Galerie Krinzinger zum ersten Mal in Östereich ausgewählte Werke des tschechischen Künstlers Vladimír Houdek (geb. 1984). Der junge Maler hat sich in der letzten drei Jahren einen Namen als Autor von originären, teils abstrakten, teils gegenständlichen Gemälden gemacht. Eine Tournee in den Instituten in Lübeck, Goslar und Esslingen zeigt aktuell seine komplexen Werke in Deutschland. Soeben ist die erste Monographie zu Houdeks Arbeit im renommierten Verlag Cantz, Stuttgart erschienen.

Beim ersten Hinschauen erinnern Houdeks Bilder an geometrische Ornamente. Man sieht Kreise, Vierecke, Ellipsen, Rauten und Fächer, die sich in immer neuen, überraschenden Kombinationen begegnen. In Wirklichkeit jedoch betreiben diese Gebilde ein vielschichtiges Spiel mit unterschiedlichen Bedeutungen. Zu Beginn seiner Arbeit, um 2012, bezog sich der Künstler auf bestimmte Prototypen, denen man bei den Klassikern der abstrakten Kunst wie Malewitsch, Kupka oder Mondrian begegnen kann. In zunehmendem Maße erscheinen später ?reale? Dinge wie Schleifen, geöffnete Leporellos, Regale und ähnliche Formen, die den flächigen Bildern eine räumliche, dreidimensionale Wirkung verleihen. Diese Objekte erscheinen dann nicht mehr als abstrakte Figuren, sondern als im Raum schwebende, ?surreale? Gegenstände. Ähnlich verhalten sich in Houdeks Gemälden die zahlreichen Fächer und sich drehende Scheiben. Sie erinnern an Muscheln, Rotoren von Turbinen oder an seltsame Fluggeräte. Andere wiederum gemahnen an aufgeschlagene Bücher oder Register.

Houdek bedient sich der klassischen Öl- und Acrylmalerei, kombiniert diese beiden Techniken, verbindet sie mit Collagen, destruiert das Erreichte mit dem Spachtel und trägt
neue Farbschichten auf, um sie einer erneuten Destruktion zu unterwerfen. Er sieht darin ?Mementos und Torsi vorheriger Versuche?, für ihn eine permanente Methode der Selbstkontrolle und Innovation. Bemerkenswert ist die haptische Seite Houdeks Bilder. Die mit dem Spachtel verarbeitete und verschobene Ölfarbe drängt über die Ränder der Keilrahmen, wo sie verhärtet. Diese Korona gibt den zweidimensionalen Gemälden einen materiellen, objekthaften Charakter – sie sind seltsamerweise abstrakt und konkret zugleich.

Zdenek Felix

Archiv-Screenshot:

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