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SCREAMING MIMI
US 1958, 79 min., s/w, OF, 35mm
Regie: Gerd Oswald
Buch: Robert Blees, nach dem gleichnamigen Roman von Fredric Brown
Kamera: Burnett Guffey
Darsteller: Anita Ekberg, Philip Carey, Gypsy Rose Lee
Das Filmschaffen des in Berlin geborenen Gerd Oswald wurde sowohl von seinem Vater Richard Oswald, gebürtiger Wiener und vertriebener Filmregisseur, als auch von bereits in Hollywood tätigen deutschen und österreichischen Filmschaffenden und späteren Kollegen wie Billy Wilder oder William Dieterle beeinflusst. Doch war es nicht nur die sogenannten »Erste Reihe«, die auf das Filmschaffen der »Zweiten Reihe« wirkte, auch umgekehrt fanden die großen Namen Inspiration in eben diesen Low-Budget-Produktionen. Hitchcock etwa schien die Darstellung der wohl eher aus Fellini-Filmen bekannten, kreischenden Anita Ekberg in der Dusche zu gefallen, und auch der obsessive Psychiater, der die schöne Nachtclubtänzerin nicht aus dem Traum der Hypnose erwachen lässt, findet sich nicht nur einmal in der Geschichte des Noir. Das Spiel mit dem Bewusstsein und die Macht der Manipulation zeichnen SCREAMING MIMI aus und beweisen ein weiteres Mal, dass die VertreterInnen der »Zweiten Reihe« wie Gerd Oswald in den folgenden Jahrzehnten oft sichtbarer sind als man glaubt. (cw)
Mit Einführung von Frank Stern und psychoanalytischem Kommentar von Jeanne Wolff Bernstein.
Weitere Spieltermine: 28.01.2016, 19:00
