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Obgleich Edgar G. Ulmer neben den Siodmak-Brüdern, Fred Zinnemann und Billy Wilder noch 1930 an MENSCHEN AM SONNTAG mitwirkte, schaffte er es im Gegensatz zu den anderen Beteiligten nicht, dauerhaft in Hollywood seinen Platz in der »Ersten Reihe« zu verteidigen. Nach DETOUR und THE STRANGE WOMAN mit Hedy Lamarr folgten einige weniger namhafte Regiearbeiten. Doch durch die Hilfe der aus Wien stammenden Exilantin Ilse Lahn sollte Ulmer MURDER IS MY BEAT als Lowest-Budget-Produktion dennoch in ein Meisterwerk verwandeln. Lahn half ihm nicht nur, überhaupt an das Projekt zu kommen, sie wirkte auch als Co-Produzentin mit. Inkohärent und minimalistisch scheint der narrative Aufbau in MURDER IS MY BEAT, doch viel mehr als die Frage, wer den Mord begangen hat, wird die visuelle Darstellung dieser Ungewissheit relevant. Durch die sinnliche Atmosphäre des Films nähert sich Ulmer trotz loser narrativer Zusammenhänge den emotionalen Verstrickungen der undurchschaubaren Charaktere an und spielt mit der scheinbaren Dichotomie von Gut und Böse.
Publikumsgespräch mit der Psychoanalytikerin Jeanne Wolff Bernstein
