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2. Dezember 2015 bis 6. Jänner 2016
18.30
Shadows
1959, John Cassavetes
20.30
Love Streams
1984, John Cassavetes
?Directing really is a full-time hobby with me. I consider myself an amateur filmmaker.? John Cassavetes, 1929 in New York als Sohn griechischer Einwanderer geboren, 1989 in Los Angeles verstorben, war Zeit seines Lebens ein maverick, ein Außenseiter – im amerikanischen Filmbusiness mehr geduldet als geachtet; als Schauspieler angesehener denn als Regisseur; von der avancierten Filmkritik zwar gewürdigt (vor allem in Europa), bei den Kinobesuchern aber eher als ?schwierig? verschrien.
Bald nach seinem Tod setzte sich beim nachwachsenden Publikum und in der heute prägenden Generation von Kritikern eine andere Sichtweise durch: dass der ?Hobbyfilmemacher? John Cassavetes vielleicht der bedeutendste Regisseur war, den die USA nach dem Ende des klassischen Studiosystems hervorgebracht haben. Mehr noch: dass sein Kino der Körper und Gesichter, der emotionalen Intensitäten und schauspielerischen Verausgabung, der ?dokumentarischen Aufzeichnung von Fiktion im Moment ihrer Entstehung? (Ulrich Gregor) eine entscheidende Bruchlinie im modernen Kino markiert.
