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Catharina Bond: Achtung, die Furnier!

Bildende Kunst Eröffnung
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1 Termin
bis Samstag 19. Dezember
17. Nov. 2015 -
Sa 19. Dez. 2015
19:00
Catharina Bond: Achtung, die Furnier!

Eröffnung in Anwesenheit der Künstlerin / in the presence of the artist

Catharina Bond, geboren 1980 in Wien, setzt sich in vielen ihrer Arbeiten kritisch mit der Gesellschaft auseinander. Auf unterschiedlichste Art und Weise nähert sie sich hierbei auch der Doppelmoral der sogenannten gutbürgerlichen Schicht. Die dabei entstehenden Werke sind mitunter bitterböse Reaktionen auf das heute vorherrschende Verständnis von “Guter Kunst”, welche zum Großteil nicht nach künstlerischen Maßstäben und ästhetischen Gesichtspunkten, sondern nach ökonomischen Kriterien bewertet wird.

Der Ausstellungstitel ?Achtung, die Furnier!? beinhaltet eigentlich schon alles, worum es Catharina Bond geht: Das Aufzeigen von gesellschaftlicher Oberflächlichkeit und dem Umstand, dass man sich stets nach außen repräsentieren muss. Kratzt man allerdings an der Oberfläche, dringt man in tiefere Schichten vor, so muss man feststellen, dass tatsächlich nicht alles Gold ist, was glänzt. Catharina Bond ist es ein Anliegen, auf Scheinheiligkeit und Doppelmoral hinzuweisen, auf gepredigte Werte, die meist nicht umgesetzt werden können oder wollen.

Die Kunst ist zum Spekulationsobjekt verkommen und wird wie Aktien oder Immobilien auf internationalen Märkten gehandelt. Heute spricht selten jemand vom künstlerischen Können, sondern davon, wie viel eine Arbeit kostet beziehungsweise auf welchem Platz sich der Künstler oder die Künstlerin in diversen Rankings befindet. Dass viele der jungen Kunstschaffenden Teil der Kunstmaschinerie werden möchten, ist nur verständlich. Schließlich möchte jeder sein Stück vom Kuchen abhaben – koste es, was es wolle.

In ihren Arbeiten thematisiert Catharina Bond, die vor ihrem Kunst- ein Wirtschaftsstudium absolvierte, diese Entwicklungen, indem sie unter anderem mit ihrem Objekt ?Keramikwachtel? Elemente der Vergänglichkeit traditionellen Werten gegenüber stellt. Keramiken von Tieren, wie etwa eines Fuchses, sind geradezu klassische Symbole einer Gesellschaft, die auf Tradition aufbaut. Hierzu bildet die scheinbar organische Wachtel einen Gegensatz, indem sie als eine Art ?memento mori? die Vergänglichkeit des Lebens repräsentiert.

Aber auch Bond ist eine junge, aufstrebende Künstlerin und vom Kunstmarkt korrumpiert, weshalb die Wachtel nicht, wie es den Anschein hat, echt, sondern eine Replik aus Silikon ist. Dieses Objekt soll verkauft werden können. Ein Widerspruch? Vielleicht, aber durchaus nachvollziehbar: Catharina Bond möchte von ihrer Kunst leben können.

  • Lucas Cuturi -
Archiv-Screenshot:

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